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AUSGABE 17 - Winter 2017
Inhaltsverzeichnis
Mit dem Start ins Berufsleben beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die einen sehen ihrem Haupt oder Realschulabschluss entgegen, die anderen bereiten sich auf ihr Abitur vor. Und schon jetzt steht die große Frage im Raum – was mache ich danach? ... >
Was gehör t in die Bewerbungsmappe?
In der Klimaforschung wird die Entwicklung des Weltklimas anhand
von Modellen berechnet. Die WissenschaftlerInnen nutzen detail-reiche Messungen und Daten aus vielen Jahrzehnten Forschung,
um daraus ein Modell zu entwerfen, das die Klimadynamik ... >
In die Zukunft sehen, um die Welt zu retten
Kommunikationsdesign studieren Kommunikation soll heute einfach sein und schnell gehen – es wird uns in der beschleunigten Moderne ja gerne unterstellt, wir hätten
nur noch eine Aufmerksamkeitsspanne von wenigen Sekunden. Von überall prasseln Informationen auf uns ein, die wir sortieren, ... >
In München wohnen und in Hamburg studieren – solange das Beamen noch nicht erfunden ist, ein logistischer Albtraum. Pendeln unmöglich, zwei Wohnungen unterhalten zuteuer, Leben ... >
Mit 3D-Brille im Vorlesungssaal
Drei neue Fahrzeuge für Carsharing Ansbach werden
der Ansbacher Oberbürgermeisterin vorgestellt. Im Carsharing-Fuhrpark befinden sich jetzt auch Hybrid-Fahrzeuge. Am Mittwoch ... >
Carsharing Ansbach wächst
Schritt 1: Kenne Deine Rechte! Arbeiten darfst Du generell ab einem Alter von 13 Jahren. Trotzdem gelten 13- bis 14-Jährige vor dem Jugendarbeitsschutzgesetz noch als Kinder. Das bedeutet, dass ihre Arbeitszeiten besonders streng ... >
Endlich genug Taschengeld
Erlangen on Ice
Es ist die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte. Am 24. November
startet „Erlangen on Ice“ das sechste Eislaufvergnügen auf dem Marktplatz, mitten in der Erlanger City! Bis zum 7. Januar 2018 gibt es auf der rund 420 m² ... >
Außerdem:  - Christkinder der Metropolregion Nürnberg  - Gewinnspiel - Europa Park  - Gewinn für mich. Gewinn für andere.  - Karli und Siggi Sauber  - Internationale Highlights für das Miss Germany Finale 2018  - Älteste Textilfabrik Deutschlands  - Bildungsmanagement ist in der Fläche angekommen 
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VORWORT

Mit dem Start ins Berufsleben beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Die einen sehen ihrem Haupt- oder Realschulabschluss entgegen, die anderen bereiten sich auf ihr Abitur vor. Und schon jetzt steht die große Frage im Raum – was mache ich danach? Studium oder Ausbildung? Praktikum oder viel-leicht erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr?  Es ist meist nicht einfach, für sich selbst den richtigen Weg  zu finden und einzuschlagen. Und der will wohl überlegt sein.

Tatsache ist auch, dass Ausbildungsbetriebe mit zuneh-mender Häufigkeit schon ein bis zwei Jahre im Voraus mit der Suche nach geeignetem Nachwuchs für die künftig zu besetztende Ausbildungsstelle beginnen. Die meisten Be-

werber wissen, wie viel Ausdauer es braucht, auch nach mehreren erfolglosen Bewerbungen zuversichtlich zu bleiben und weiterhin zielstrebig und voller Elan neue Firmen anzuschreiben. Manchmal weiß man dann gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Dann den Überblick zu behalten ist nicht so einfach.

Dieser Ausbildungsratgeber will ein Leitfaden sein und beim erfolgreichen Start in die Zukunft begleitend helfen sowie Anregungen, Berufsvorschläge sowie interessante Arbeitgeber und nützliche Tipps als Hilfestellung offen legen. Vom passenden Bewerbungsfoto über  den Aufbau der Bewerbungsunterlagen bis hin zum Vorstellungs-gespräch bietet er Tipps und wissenswerte Informationen.

 

Viel Erfolg bei der Suche eines Ausbildungsplatzes!

Die Möglichkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden, sind vielseitig. Angebote findest du in der Zeitung und im Internet.

Hilfe biete auch die Agentur für Arbeit und nicht selten sind es  Freunde oder Bekannte, die einen guten Tipp parat haben. Hast du Wunschberuf und Wunschbetrieb(e) gefunden, werden Bewerbungen geschrieben. Du kannst den herkömmlichen Weg wählen und eine Bewerbungs-mappe per Post schicken oder aber eine PDF-Datei von deinen Bewerbungsunterlagen erstellen und diese per E-Mail an die Firma deiner Wahl schicken. Viele  Betriebe bieten diese Möglichkeit bereits ausdrücklich in ihren Stellenanzeigen oder auf ihren Internetseiten an.

Bei dem Bewerbungsschreiben solltest du auf eine korrekte Rechtschreibung und Grammatik achten, um so im Vorfeld schon einen guten Eindruck zu hinterlassen. Schickst du die Mappe per Post, so achte darauf, dass keine Eselsohren oder Flecken die Seiten verunzieren. Die Aufmachung der Mappe bleibt dir selbst überlassen. Der Handel hält ein großes Angebot verschiedener Mappen bereit.

Bevor du die Bewerbung abschickst, erkundige dich nach dem Namen des  Personalsachbearbeiters. So gelangt deine Bewerbung gleich in die richtigen Hände!

Damit die Bewerbungsunterlagen auch ordentlich und ohne Knicke beim Empfänger ankommen, besorge dir passende Umschläge, bestenfalls mit Kartonrücken.

Doch bevor die Bewerbungsmappe per Post (ausreichend, aber nicht „über“frankieren, nicht per Einschreiben!) oder Mail auf den Weg gebracht werden kann, muss noch der „passende Inhalt“ rein.

Deine Bewerbungsmappe muss vollständig sein. Das Anschreiben und der Lebenslauf werden nicht kopiert. Achte auf die Rechtschreibung, Sauberkeit und die Richtigkeit der Angaben. Dazu zählt auch der Name der Firma. Hier darf kein Fehler passieren! Verwende keine Klarsichtfolien, diese gehören der Vergangenheit an. Gelocht werden die Unterlagen ebenfalls nicht mehr. Kaufe dir einen guten Bewerbungsordner, in den du alle Blätter gut einlegen kannst. Bei der vollständigen Bewerbungs-mappe liegt das Bewerbungsschreiben auf der Mappe obenauf.  Grundsätzlich wird immer eine vollständige Bewerbungsmappe versendet und keine Kurzbewerbung! Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regeln. Firmen, die vorerst nur eine Kurzbewerbung wünschen, weisen aber in der Stellenausschreibung darauf hin.

BEWEBUNGSUNTERLAGEN OK?

• Ist die äußere Form der Unterlagen und der Mappe in Ordnung?

• Ist das Anschreiben fehlerfrei formuliert?

• Hast du überzeugend begründet, warum du gerade in

diesem Betrieb deine Ausbildung beginnen möchtest?

• Ist dein Lebenslauf lückenlos und übersichtlich dargestellt?

• Sind alle Zeugnisse und Bescheinigungen beigelegt?

• Hast du deine Bewerbungsunterlagen auch anderen

Personen gezeigt?

Was gehört in die Bewerbungsmappe?

...und was gehört in eine Bewerbung?

EINE GUTE

BEWERBUNG IST

SO AUFGEBAUT:

• Anschreiben

• Lebenslauf

• Praktika-

Bescheinigungen

• Deckblatt

(nicht zwingend)

• Zeugnisse

• Arbeitsproben

(wenn vorhanden)

• Referenzen

(wenn vorhanden)

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Das Anschreiben

Die Bewerbung, insbesondere das Anschreiben, ist die Visitenkarte, auf der du für dich selbst wirbst. Damit zeigst du, dass du der/die Richtige für die Ausbildungsstelle bist. Es umfasst eine DIN-A4-Seite. Da du dafür nur wenig Platz hast, muss auf einen Blick klar werden, was du willst, was du kannst und wer du bist. Nutze die Möglichkeit, deine Stärken in einem guten Licht darzustellen und dich als den passenden Kandidaten für deinen Wunschberuf „zu verkaufen“.

Das Anschreiben ist stets individuell gehalten, deshalb gilt es, sich vorab über das Unternehmen gut zu informieren. Begründe, warum du dich für diese Ausbildung entschieden hast und auch, warum du dich bei diesem Unternehmen bewirbst. Zeige deine Kenntnisse, Fähigkeiten und Stärken auf, die du auch belegen kannst. Verwende dabei deine eigenen Worte und fasse dich kurz.

Rechtschreib- und Tippfehler in der Bewerbung sind ein No Go! Auch auf die richtige äußere Form (DIN 5008) musst du achten. Mehr über Form, Aufmachung und Schriftbild findest du auf zahlreichen Seiten im Internet.

Halte dir bei deiner Bewerbung stets eines vor Augen: Gerade beim Anschreiben hast du die große Chance, dich von anderen positiv abzuheben. Abgeschriebene Texte und Standardformulierungen sind bei Personalverantwortlichen nicht beliebt. Eine 08/15-Bewerbung landet schnell auf dem falschen Stapel.

WAS GEHÖRT IN DEN LEBENSLAUF?

Angaben zur Person:

Name, Anschrift, Telefonnummer, Geburtsdatum

und Mail-Adresse – Angaben zu Geburtsort, Familie

und Staatsangehörigkeit sind freiwillig.

Praktische Erfahrung:

Praktika, ehrenamtliche Vereinstätigkeit

Schulbildung: Schulabschluss, besuchte Schulen

Persönliche Fähigkeiten und Kompetenzen: genaue Angabe der Computer- und Sprachkenntnisse (z.B. Grundkenntnisse in Word), persönliche Stärken und Fähigkeiten

Ort, Datum und Unterschrift: Im Lebenslauf muss

das gleiche Datum stehen wie im Anschreiben. Beide Dokumente müssen persönlich unterschrieben werden.

Bewerbungsfoto: Wenn du kein Deckblatt verwenden möchtest, klebst du dein Foto rechts oben auf den Lebenslauf. Ein Foto ist zwar keine Pflicht mehr, kann aber von Vorteil sein, wenn du dich von deiner besten Seite zeigst.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf wird immer in tabellarischer Form verfasst, sofern in der Stellenanzeige nicht ausdrücklich ein handschriftlicher und ausformulierter Lebenslauf gewünscht wird. Die Daten werden mit Monat und Jahr gekennzeichnet. Lücken im Lebenslauf sollten möglichst nicht auftauchen, und wenn doch, gut erklärbar sein.

Hauptpunkte des Lebenslaufs sind die persönlichen Daten, der Bildungsweg, beruflicher Werdegang und praktische Kenntnisse. Zu den persönlichen Daten gehören Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift. Angaben zu Familienstand und Staatsangehörigkeit sind freiwillig.

Unter den zweiten Punkt „Bildungsweg“ oder „Schulbildung“ gehört alles, was du bisher gemacht hast, beginnend mit der Einschulung und endend mit dem zuletzt erworbenen Abschluss (Abschlusszeugnis, spätere Weiterbildungsmaßnahmen, Studium etc.). Wenn man bereits ein Schulpraktikum (vielleicht sogar in dem Bereich, in dem man sich bewerben will)  absolviert hat, macht sich das im Lebenslauf besonders gut und gehört unbedingt aufgelistet. Praktika gehören natürlich durch ein aussagekräftiges Zeugnis belegt. Beim beruflichen Werdegang kann bei einem Berufsanfänger natürlich noch nicht viel stehen. Merken kannst du dir, dass an dieser Stelle

alle Arbeitsstellen und Tätigkeiten aufgeführt werden. Unter sonstige praktische Kenntnisse kann man die Dinge aufzählen, die man ganz besonders gut kann. Zum Beispiel Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse, soziales und gesellschaftliches Engagement wie beispielsweise ein Ehrenamt.

Der Lebenslauf muss eigenhändig unterschrieben werden und er sollte maximal zwei Seiten umfassen. Unwichtige Angaben sind wegzulassen.

 

Wohin gehört

das Bewerbungsfoto?

 

Das Bewerbungsfoto kann auf dem Lebenslauf oder einem gesonderten Deckblatt platziert werden. Das Bewerbungsfoto sollte aktuell sein, bitte kein drei oder vier Jahre altes verwenden.

Das Deckblatt ist kein "Muss", kann aber einen positiven Effekt haben. Das Deckblatt kommt vor dem Lebenslauf und besteht aus einer Überschrift (z.B. Bewerbung um eine Ausbildungsstelle als …), den Kontaktdaten, also Name, Adresse, Telefon, dem Foto und einen Verweis auf die Anlagen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da war die klassische Bewerbungsmappe die einzige Form für Bewerbungen. Doch das Internet und die dynamische Entwicklung des Web 2.0 hat die althergebrachte Papierbewerbung inzwischen an Bedeutung verloren. Der Grund: Die digitalen Bewer-bungstechniken bieten sowohl Bewerbern als auch den Unternehmen Zeit-, Bearbeitungs- und Kostenvorteile.

 

Online-Bewerbungen

 

Online-Bewerbungen sind mittlerweile bei vielen Unternehmen die bevorzugte und gängigste Bewerbungsform. Zahlreiche Firmen erwarten oder wünschen heute Bewerbungen per Mail oder über Onlineformulare. Die Vorteile für den Bewerber liegen auf der Hand: Man spart das Geld für teure Bewerbungsmappen, Druck, Beglaubigungen und Porto. Arbeitgeber können die digitalen Bewerbungen schneller und einfacher bearbeiten, verwalten und sondieren.

 

Soziale Netzwerke

für die Karriere nutzen

 

Fast jeder ist in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Face-

 

book unterwegs, um mit Freunden und Gleichgesinnten zu kommunizieren. Für das Knüpfen beruflicher Kontakte eignen sich besonders so genannte Karrierenetzwerke wie Xing und LinkedIn, deren Fokus auf den Themen Beruf und Karriere liegt.

 

Die Präsenz in sozialen Netzwerken hat jedoch auch eine andere Wirkung, denn wer sich zeigt, der wird auch gefunden, viele Personaler und Ausbildungsleiter halten sich in den Netzwerken auf, in denen sich die jungen Bewerber tummeln.

 

Eigenwerbung über

Blogs und Homepages

 

Viele private Internetnutzer führen einen Blog oder haben eine eigene Homepage, auf denen sie Vorlieben, Interessen, Meinungen, Qualifikationen und Arbeiten ins Netz stellen. Darüber  können sich durchaus interessante Kontakte ergeben. Denn immer mehr Personaler sind auch auf privaten Homepages unterwegs und suchen nach geeigneten Nachwuchskräften. Doch vor allem bieten Blogs und Homepages gute Möglichkeiten zur Ergänzung der eigenen Bewerbung.

Aktuelle Bewerbungstrends

Kontakte knüpfen via Facebook, Twitter & Co...

Das Vorstellungsgespräch

Herzlichen Glückwunsch! Mit der Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch hast du den halben Weg zum ersehnten Ausbildungsplatz mit Bravour geschafft. Das bedeutet, dass man dir die Bewältigung der Aufgaben, die dich in deiner Ausbildung erwarten, zutraut. Nun gilt es aber, dein Gegenüber im Bewerbungsgespräch - auch oft als Interview bezeichnet - von deinen Qualitäten und deiner Persönlichkeit zu überzeugen.

 

WARUM WERDEN

VORSTELLUNGSGESPRÄCHE GEFÜHRT?

 

Vorstellungsgespräche sind wichtig für Firmen, um zu prüfen und anhand von Fragen festzustellen, ob der Bewerber zum Unternehmen passt. Der oder die Personaler versuchen, im Gespräch herauszufinden, ob die „Chemie“ stimmt. Im Umkehrschluss kann der Bewerber erkennen, ob auch das Unternehmen seinen Vorstellungen entspricht und sich einen ersten persönlichen Eindruck machen.

Im Gespräch findet sich auch die Möglichkeit, Fragen an das Unternehmen zu richten und seine Stärken zu zeigen.

 

WELCHE FRAGEN WERDEN HÄUFIG GESTELLT?

 

Eine typische Frage kann lauten: Warum möchten Sie gerne diesen Beruf erlernen? Oder: Warum sollen wir gerade Sie einstellen? Wie gestalten Sie Ihre Freizeit, welche Hobbys haben Sie? Schildern Sie mir Ihren bisherigen Werdegang?

Mit solchen Fragen versuchen Betriebe, gezielt ein Bild des Bewerbers zu erhalten, welche Motivation oder Gründe ihn antreiben. Es werden auch gerne Fragen zu dem Unternehmen gestellt: Warum haben Sie sich für unser Unternehmen entschieden? Erzählen Sie mir bitte, was Sie über unser Unternehmen wissen? Welche Erwartungen haben Sie an uns und Ihre Ausbildung?

 

 

DO`S & DONT `S IM VORSTELLUNGSGESPRÄCH

 

+ Pünktlichkeit

+ über das Unternehmen informieren

+ Höflichkeit

+ gepflegtes Erscheinen

+ sachlich bleiben

zu lascher Händedruck

zu flachsige Antworten

Kaugummi kauen

Mobiltelefon anlassen

unüberlegt losplappern

Unpünktlichkeit

überschätzen

bei der Begrüßung falsche Anrede

  (Name) oder Firma nennen

Das Unternehmen möchte durch die Reihe von Fragen erfahren, ob der Bewerber die Anforderungen des Berufes auch erfüllen kann. Vor allem solche Qualifikationen, die nicht im Zeugnis stehen: Teamfähigkeit, Flexibilität, Freundlichkeit oder auch die Gabe, Konflikte lösen zu können. Wie reagieren die Bewerber unter Stress?

 

Viele Firmen oder Personaler setzen eine gute Allgemeinbildung voraus! Es ist sinnvoll, die aktuellen Schlagzeilen und einige Hintergründe zu kennen! Zudem solltest du unsere Staatsform, Bundesländer und wichtige politische Würdenträger in Funktion und Namen kennen!

 

WORAUF ACHTEN

DIE FIRMEN NOCH?

 

Die wichtigsten Dinge, auf die geachtet wird, sind die allgemeinen Umgangsformen, Normen und Werte sowie die Gestik und Mimik und die allgemeine Körperhaltung! Also sei stets pünktlich (eher 5 Minuten zu früh), freundlich und höflich. Trete ordentlich auf und versuche der Anspannung entgegenzuwirken! Es wird dich niemand „fressen“! Rede deutlich, dann, wenn du gefragt wirst oder etwas erzählen sollst! Schweife nicht zu weit aus, beschränke dich auf das Wesentliche! Halte Blickkontakt mit deinem Gegenüber und sitze am besten aufrecht, die Arme nicht verschränken. Lass dein Gegenüber immer aussprechen!

 

WIE PUNKTE ICH

IM GESPRÄCH?

 

Zeige Interesse am Beruf und Unternehmen! Stelle gezielte Fragen zur Ausbildung und zu Tätigkeiten im Berufsalltag. Spiel aber bloß nichts vor, das wird sehr schnell bemerkt! Pluspunkte verschaffst du dir, wenn du die Produkte des Unternehmens kennst und bestenfalls nutzt. Dies lässt auf eine Identifikation zu dem Unternehmen schließen! Hinterlasse so einen positiven Eindruck und beende das Gespräch mit einem positiven Feedback à la: „Ich fand dieses Gespräch sehr interessant und gut und es hat mir geholfen. Der Beruf hat mich jetzt umso mehr überzeugt!“

 

DRESSCODE

 

Das gesamte Erscheinungsbild muss sauber, gepflegt und seriös sein. Dein Kleidungsstil sollte zur ausgeschriebenen Position sowie zur Firma passen. Für die Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann empfiehlt sich seriöse Kleidung, also ein Kostüm oder ein Anzug mit Krawatte. Für die Ausbildung in einem handwerklichen Beruf genügen saubere Jeans und ein sauberes Hemd oder eine Bluse.

Aber bitte nicht zuviel Rasierwasser, Parfum oder Make-up auftragen. Achte darauf, dass du oder deine Kleidung nicht nach Alkohol, Rauch, Zwiebeln oder Ähnlichem riecht.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance - und der erste körperliche Eindruck eines unbekannten Gegenübers ist das Händeschütteln.

Wie viel man mit diesem alltäglichen Vorgang über sich selbst verrät und welche Wirkung man dabei erzielt, ist den meisten aber kaum bewusst.

Wenn etwa bei einem Vorstellungsgespräch die Frisur und der Anzug sitzen, aber der Händedruck klamm und kraftlos ist, wird der erste Eindruck negativ sein. Wer im Berufsleben positiv überzeugen will, muss eben auch ein gewisses Maß

an Körperspannung mitbringen - ein wichtiges Indiz dafür ist ein fester, selbstbewusster und freundlicher Händedruck. "Der Händedruck sollte jedoch nicht übermäßig fest und auch nicht zu lang andauernd sein.

Wenn der Gesprächspartner die Hand löst, dann sollte das Gegenüber ebenfalls so verfahren", betont Stefan Verra, einer der gefragtesten Körpersprache-Experten im deutschsprachigen Raum.

 

Tipps gibt es unter www.stefanverra.com und auf seiner Facebook-Seite. (djd/pt)

Auf den richtigen Händedruck

kommt’s an

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In der Klimaforschung wird die Entwicklung des Weltklimas anhand von Modellen berechnet. Die WissenschaftlerInnen nutzen detailreiche Messungen und Daten aus vielen Jahrzehnten Forschung, um daraus ein Modell zu entwerfen, das die Klimadynamik unseres Planeten möglichst realistisch abbildet.

 

Was denkst Du: Welche sind die wichtigsten Daten für die Berechnung eines Klimamodells?

A)    Die Verbrennung fossiler Energieträger durch den

       Menschen

B)    Das Zusammenspiel von Atmosphäre und

        Landoberflächen, z.B. Eis und Ozean

C)    Wetterdaten aus Gesteinsschichten im Erdboden

 

Obwohl die Klimaforschung sich inzwischen einig ist, dass der Mensch mit der Verbrennung fossiler Energiestoffe der Hauptgrund für den Klimawandel ist, reichen diese Daten nicht, um die Klimaentwicklung der Erde vollständig

 abzubilden. Wichtiger sind die Prozesse, die in

Atmosphäre und auf dem Land ständig im

Gange sind. Die wichtigste Datengrund-

lage ist also Antwort B). Solche Klima-

modelle entwerfen die Wissenschaft-

lerInnen für alle Regionen der Erde und

auch für den ganzen Planeten. Nach-

dem sie erfolgreich modelliert haben,

wie sich Luft, Land und Wasser zueinan-

der verhalten und das Klima beeinflussen,

versuchen die WissenschaftlerInnen Pro-

gnosen für die Zukunft zu berechnen. Wie wird

das Klima in einigen Jahren aussehen? Welchen Einfluss könnte das menschliche Verhalten in der Zukunft haben?

 

Doch wie weit können KlimaforscherInnen eigentlich in die Zukunft sehen?

 A)    So weit, wie schon Daten aus der Vergangenheit

        bekannt sind. Also etwas 200 Jahre.

 B)    Im Grunde können die KlimaforscherInnen beliebig

        weit in die Zukunft blicken

 C)       So weit wie die Lebensdauer heute lebender Menschen

 

Theoretisch könnten die ForscherInnen natürlich unendlich weit in die Zukunft hinein Prognosen abgeben. Diese wären aber sehr ungenau und für die Wissenschaft unbrauchbar, weil Zufall und nicht vorhersehbare Ereignisse einen so großen Einfluss auf die Entwicklung des Klimas haben. Tatsächlich fokussiert sich die Klimaforschung auf die Zukunft, die nur einige Jahrzehnte vor uns liegt. Richtig ist also Antwort C). Denn die unmittelbare Zukunft ist die Zeit, die am wichtigsten ist, um gegen den Klimawandel zu kämpfen. Die ForscherInnen müssen herausfinden, was der Mensch heute tun muss, um die Erderwärmung aufzuhalten. Mit ihren Modellen können sie verschiedene Szenarien ausprobieren und auch Empfehlungen an die Politik geben. Um sicherzugehen, dass ihre Modelle funktionieren, nutzen die ForscherInnen folgende Methode: Sie sagen mithilfe früherer Daten das Klima zu einem vergangenen Zeitpunkt voraus. Dann überprüfen sie ihre Prognose an den tatsächlichen Messungen von diesem Zeitpunkt. Das sagt ihnen, wie zuverlässig ihr Modell ist.

Warum kann man durch diese Methode trotzdem nicht sicher sagen, ob die Klimamodelle korrekt sind?

A)     Weil der menschgemachte Klimawandel eine neue

         Situation ist und nicht an der Vergangenheit überprüft

         werden kann

B)        Weil sich das Klima der ganzen Erde innerhalb weniger

         Jahrzehnte auf natürliche Weise völlig verändert

In die Zukunft sehen,

um die Welt zu retten

Was machen eigentlich KlimaforscherInnen?

C)     Weil erst seit kurzer Zeit Klima und Wetter systema-

         tisch erforscht werden

 

Tatsächlich verändert sich das Klima unseres Planeten auf natürliche Weise nur sehr langsam. Auch ohne uns Menschen hat es in der Geschichte der Erde Klimawandel gegeben – z.B. die Eiszeit. Das geschieht aber über Tausende Jahre hinweg. Noch nie hat sich das Klima so schnell verändert, wie durch die Emissionen, die der Mensch produziert. Das ist ein großes Problem, weil Tiere und Pflanzen lange brauchen, um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Weil der menschliche Einfluss eine einzigartige und neue Situation ist, kann man die heutige Klimalage auch schwer mit der Vergangenheit vergleichen. Antwort A) ist also richtig. KlimaforscherInnen können nicht sicher sagen, ob die Treibhausgase wirklich den angenommenen Effekt haben, und wie sich ihr Ausstoß, auch durch politische Entscheidungen in Zukunft verändern wird. Schließlich ist der Mensch unberechenbar.

     Viele WissenschaftlerInnen wollen ihren Einfluss auch

               nutzen, um die Politik zu verändern. Sie fordern,

                         dass die Nutzung fossiler Energie radikal

                              gestoppt wird – das wird aber weltweit

                               bisher kaum umgesetzt. Deshalb wird

                                   davon ausgegangen, dass sich die

                                Erderwärmung in diesem Jahrhundert

                             nicht mehr ganz stoppen lässt – aber es

                              besteht noch die Möglichkeit, sie zu ver-

                             langsamen. Am besten durch erneuer-

                           bare Energien – die aber auch ihre Pro-

                        bleme bringen. So bringen z.B. Wind- und

                 Solarenergie nur unter günstigen Umwelt-bedingungen Energie. Das heißt, dass die Energie aufwendig gespeichert werden muss. Außerdem kann es zu Netzschwankungen kommen – dieses Risiko können vor allem die Entwicklungsländer schwer eingehen.

Wodurch wird am meisten des Treibhausgases CO2 ausgestoßen?

A)       Durch die Industrieländer

B)       Durch die Entwicklungsländer

C)       Durch die Natur

Tatsächlich setzt die Biosphäre, also die gesamte belebte Natur des Planeten, ohne den Einfluss des Menschen jährlich ungefähr 770 Milliarden Tonnen CO2 frei. Der Mensch hingegen stößt durch Entwaldung und Verbrennung von Rohstoffen „nur“ 22 Milliarden Tonnen aus. Richtig ist also C). Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen CO2-Ausstoß der Natur und des Menschen:

Das von der Natur freigesetzte CO2 wird auch wieder auf natürliche Weise gebunden – nämlich durch die Speicherung in Holz, in Böden oder in den Ozeanen. Das menschgemachte CO2 wird aber genau aus diesen natürlichen Speichern herausgelöst und verbleibt dann in der Atmosphäre – und stört damit ihr empfindliches Gleichgewicht von Kohlenstoff. Betrachtet man nur den CO2-Ausstoß durch den Menschen, verursachen die Industrieländer einen viel größeren Anteil als die Entwicklungsländer. 90% der Emissionen gehen auf die Industrieländer zurück. Trotzdem werden es am Ende die ärmeren Länder sein, die am meisten unter dem Klimawandel zu leiden haben. Viele Menschen im Pazifischen und Indischen Ozean werden ihre Heimat durch Überschwemmungen verlieren, wenn wir die Erderwärmung nicht aufhalten.  Die Klimaforschung ist also ein Berufsfeld mit großer und bedeutender Zukunft. Eine Karriere mit Weltretterpotential!

 

 

Quellen: www.wwf.de, www.audimax.de, www.sz-magazin.sueddeutsche.de, www.planet-wissen.de, www.faz.net

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Kommunikation soll heute einfach sein und schnell gehen – es wird uns in der beschleunigten Moderne ja gerne unterstellt, wir hätten nur noch eine Aufmerksam-keitsspanne von wenigen Sekunden. Von überall prasseln Informationen auf uns ein, die wir sortieren, verstehen und das Wichtigste für uns rausfiltern müssen. Wer also mit Menschen kommunizieren will, hat nur ein ganz kleines Zeitfenster, um auf sich aufmerksam zu machen und seine Botschaft klarzumachen.

 

Wo arbeiten KommunikationsdesignerInnen?

Hier kommen Kommunikationsdesigner ins Spiel: Ihre Aufgabe ist es, Botschaften mithilfe von Zeichen optisch zu verpacken, sodass selbst komplexe Zusammenhänge schnell und einfach verständlich sind.

Kommunikationsdesigner arbeiten in allen Branchen, die etwas mit graphischer Kommunikation zu tun haben – also überall dort wo Informationen visuell vermittelt werden. Das sind vor allem die Massenmedien, also Video, Film, Fernsehen, Werbung, aber auch Webseiten oder Publi-kationen. Kommunikationsdesigner können also in Wer-beagenturen, Werbeabteilungen großer Firmen, in Ver-lagen, Behörden, Verbänden oder Designateliers eine Anstellung finden. Als Selbstständige können sie auch Aufträge von direkten Kunden bearbeiten oder Firmen ihre eigenen Designprojekte initiativ anbieten.

 

Ist die Branche die richtige für mich?

Eins ist klar: Das Wichtigste für den Beruf des/r Kommunikationsdesigner(in) ist Kreativität, genauso wie ein Sinn für Ästhetik. Du solltest genau und sorgfältig arbeiten, sowie einen Blick fürs Detail haben. Im Studium und Beruf schadet auch eine gute Portion Selbstbewusstsein nicht. Immer wieder wirst Du Deine Ideen und Projekte Professoren, Chefs und Kunden vorstellen müssen, die Deine Arbeit bewerten. Da musst Du gut mit Kritik umgehen können und Dich selbst gut verkaufen. Um Deine eigenen Ideen auch umsetzen zu können und andere von ihnen zu überzeugen, brauchst Du außerdem viel Durchsetzungs-vermögen. Weil Deine Arbeit sich auf die aktuellen Trends in der Gesellschaft bezieht, für die Du mit Deiner Arbeit auch selbst Verantwortung übernimmst, brauchst Du außerdem großes kulturelles Interesse. Ohne weitere Erklärung ist klar, dass auch Kommunikationsfähigkeit und künstlerisches Talent wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf sind.

 

Wie wird man überhaupt KommunikationsdesignerIn?

Das Studium kann an Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, Privatschulen oder an der Kunsthochschule absolviert werden. Der Zugang ist also auch ohne Abi möglich. Was genau im Studium gelehrt wird, und wo die Schwerpunkte liegen, ist von einer Einrichtung zur anderen sehr unterschiedlich. Das Angebot ist breit gefächert. In Deutschland allein gibt es über 40 Standorte, wo man Kommunikationsdesign studieren kann. Am bekanntesten und anerkanntesten ist wahrscheinlich die staatliche Folkwang Universität der Künste in Essen. Die meisten Studiengänge in diesem Bereich werden aber in den Medienhauptstädten Berlin, Köln und Hamburg angeboten. Das Studium dauert in der Regel 7 Semester.  Du kannst Deinen Schwerpunkt an vielen Unis auf eine bestimmte Medienbranche legen und Dich z.B. in Printmedien, Werbung oder Film spezialisieren. Oder Du kannst in alle Medienbereiche hineinschnuppern – die Zusammen-fassung vieler Medien nennt man übrigens Crossmedia. Weil das Studium so beliebt ist, ist auch der Kampf um die Studienplätze kein Zuckerschlecken. Die härteste Hürde ist wahrscheinlich die Bewerbungsmappe. Egal, wo Du studierst, wird das Studium wahrscheinlich sehr praktisch orientiert sein. Es gibt viele Übungen, Projekte und Seminare direkt in der Werkstatt. Theoretische Inhalte jedes Kommunikationsdesign-Studiums sind außerdem Komm-unikations- und Medienwissenschaften, Kunst- und Kulturgeschichte, Gestaltung und Ästhetik, sowie Grafik- und Mediendesign. Du wirst also lernen, Medien zu illustrieren und Layouts zu entwerfen, Animationen zu erstellen, Webseiten zu gestalten, professionell zu fotografieren, Bilder am PC zu bearbeiten und Filme zu schneiden. Zusätzlich sind oft auch Kurse in BWL oder Marketing Pflicht. Das Studium wird normalerweise mit einem Bachelor of Arts abgeschlossen. Im letzten Semester stehen Dir zwei große Prüfungen vor. Zum einen die Bachelorarbeit, die in allen Studiengängen Pflicht ist. Zum zweiten ist meist ein größeres künstlerisches Projekt Pflicht, dass Du selbstständig konzipieren und umsetzen musst.

Das kann zum Beispiel eine eigene Ausstellung sein, die am Ende Deines Studiums auch in der Uni zu sehen sein wird.

 

Was passiert nach dem Studium?

Wie schon gesagt: Es gibt viele verschiedene Arbeitsplätze für Kommunikationsdesigner- ob in Festanstellung oder selbstständig. Allerdings gibt es in dieser Branche sehr viele AbsolventInnen – die Arbeitsplätze sind also begehrt. Oft werden Berufseinsteiger nicht sofort fest eingestellt, sondern müssen zunächst einige Praktika absolvieren oder freiberuflich als Freelancer arbeiten. Der Vorteil der Arbeit als Freiberufler: Für jedes Projekt arbeitest Du mit einer anderen Firma zusammen und erfährst sehr viel Abwechslung. Der Nachteil: Wenig Sicherheit. Ständig musst Du Ausschau nach neuen Projekten und Kontakt mit potenziellen Kunden halten. Das kann sehr stressig sein. Auch das Gehalt kann je nach Auftragslage für einen Freelancer sehr unterschiedlich sein und hängt auch von Art des Projekts und dem Verhandlungsgeschick bei der Festlegung des Stundensatzes ab. Bei festangestellten KommunikationsdesignerInnen hingegen ist das Gehalt sicher und liegt für Berufseinsteiger bei ungefähr 2500 Euro im Monat.

Die Bewerbungsmappe

  1. Informiere Dich genau über die Mappenvorgaben Deiner Wunschuni. Oft ist nicht nur eine freie Zusammenstellung Deiner besten Arbeiten gefragt, sondern Dir werden bestimmte Aufgaben gestellt, mit denen Du dich künstlerisch auseinandersetzen sollst. So werden die BewerberInnen besser vergleichbar. Außerdem kannst Du zeigen, wie gut Du Aufträge umsetzen kannst – schließlich wirst Du später für Kunden arbeiten.
  2. Halte Dich an die formalen Vorgaben der Uni – ist eine bestimmte Gliederung, ein Format, eine Hülle oder ein bestimmtes Medium gefragt, erfülle diese Voraus-setzungen genau. Sonst landet Deine Mappe vielleicht auf dem „Abgelehnt“-Stapel, bevor sie sich überhaupt jemand angesehen hat. Auf jeden Fall gehört in die Innenseite Deiner Mappe ein kurzes Inhaltsverzeichnis, möglich-erweise mit Zahlen.
  3. Beschränke Deine Mappe auf 10 bis maximal 30 Arbeiten. Außerdem kannst Du nur zwei-dimensionale Werke abgeben. Willst Du dem Komitee auch Skulpturen oder andere 3D-Projekte von Dir zeigen, kannst Du diese aber fotografieren.
  4. Zeige Dein Talent in allen Bereichen, die später fürs Studium wichtig sind. Das heißt, konzentriere Dich zum einen auf den besonderen Schwerpunkt an deiner Wunschuni, z.B. Printmedien. Viele BewerberInnen vergessen, dass auch Typo-graphie, also der Satz von Text und das Layout im Studium vorkommen. Füge neben Gemälden und Zeichnungen also auch Flyer oder Plakate Deine Mappe hinzu.
  5. Sei einzigartig! Orientiere Dich nicht daran, was andere Bewerber so machen, sondern zeig Deinen ganz eigenen Stil. Schließlich willst Du aus der Masse der BewerberInnen hervorstechen.
  6. Bewirb Dich nicht nur an einer Einrichtung! Genauso wie die Anforderungen und Schwerpunkte an jeder Uni anders sein können, können auch die Beurteiler ganz andere Typen oder Talente suchen. Während Deine Mappe bei der einen Akademie durchrasselt, kann sie an einer anderen Höchst-noten bekommen. Über Geschmack lässt sich schließlich streiten.
  7. Fahr zu Deiner Wunschuni hin und sieh dir vor Ort an, wie sie tickt. Wie sehen die Studierenden und der Campus aus? Wie sind die Stimmung und die Kurse vor Ort? Welche Werke werden dort gerade ausgestellt? Sprich auch Studierende dort persönlich an. So kannst Du am besten herausfinden, was in diesem Studium besonders gefragt ist.
  8. Sieh Dir Deine Mappe mit den Augen eines/r Professor/in an und bitte auch Freunde, sich Deine Mappe einmal anzusehen. Was sagt die Mappe über Dich aus? Bringt sie Dich so rüber, wie Du dich darstellen möchtest?

Quellen: www.spiegel.de, www.studycheck.de, www.design.hm.edu,

www.medien-studieren.net

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In München wohnen und in Hamburg studieren – solange das Beamen noch nicht erfunden ist, ein logistischer Albtraum. Pendeln unmöglich, zwei Wohnungen unterhalten zu teuer, Leben in zwei Städten stressig, immer auf dem Sprung. Doch was, wenn die Familie oder der/die Partner(in) nun mal nicht einfach zum Studieren aus München wegziehen kann, weil sie dort einen Job haben oder die Kinder hier zur Schule gehen? Oder der/die angehende Studierende in München einen tollen Job hat, nebenher studieren möchte, der entsprechende Studiengang aber nur hoch im Norden angeboten wird? Oder wenn der/die Studierende ein eigenes Kind zu betreuen hat und nicht jeden Tag in die Uni gehen kann, selbst wenn diese in der eigenen Stadt liegt?

Herkömmliche Studiengänge können solch unterschiedliche Anforderungen des persönlichen Lebensstils nicht vereinbaren. Ein Studium oder eine berufliche Weiterbildung scheint unmöglich. Jedenfalls an einer regulären Universität – Fernuniversitäten sind hingegen genau darauf ausgelegt, ein flexibles Studium ohne feste Ortsbindung möglich zu machen.

Lernen ist nicht mehr nur auf die Schul- und Studienzeit beschränkt. Viele Berufstätige beginnen neben dem Job ein Fernstudium, um sich weiterzuentwickeln oder in höhere Positionen aufzusteigen.

Für die individuelle Weiterentwicklung bieten Fernunis noch einen anderen Vorteil: An ihnen ist es viel leichter, sich einen ganz persönlichen Lernplan zusammenzustellen, der sowohl auf die eigenen Ziele, als auch die eigene Lerngeschwindigkeit perfekt angepasst ist. Auch die Reihenfolge der Themenblöcke kann beliebig gewählt werden, genauso wie der individuelle Stundenplan. Schließlich ist das Lernmaterial rund um die Uhr verfügbar, und Kurse werden nicht nur zu bestimmten Zeiten angeboten. Auch Prüfungen können online abgelegt werden – entweder schriftlich durch Ausfüllen oder mündlich durch Videochat.

Die Fernunis übertragen nicht einfach das Lehrkonzept herkömmlicher Universitäten auf das Internet oder auf Lehrbücher. Viel mehr als „normale“ Unis setzen sie auf innovative und neue Lernmethoden – damit die Studierenden auch ohne persönlichen Unterricht den Lernstoff verstehen und sich aneignen können. Auf dem Online-Campus haben die Studierenden Zugang zu Materialien, Übungsaufgaben, Lernvideos und vielem mehr. Trotzdem stecken auch hinter den Online-Plattformen Menschen, die die Studierenden individuell unterstützen. TutorInnen helfen weiter bei Verständnisfragen und geben Live-Seminare online. Mit dem Unterschied zu herkömmlichen Seminaren, dass die TeilnehmerInnen überall auf der Welt verstreut sitzen können.

Durch immer bessere Kommunikationsmöglichkeiten online, sowohl mit den Dozierenden als auch mit den KommilitonInnen wird das Fernstudium heute immer einfacher. Weil die Studierenden sich durch den vermehrten Austausch gegenseitig motivieren und unterstützen können, sinken auch die Abbruchquoten seit einigen Jahren. Bisher waren diese das größte Problem des Fernstudiums. Doch durch soziale Netzwerke und Live-Kommunikation in Foren und Chats wird auch das Online-Studium immer persönlicher und interaktiver.

Doch noch spielt sich nicht alles im Internet ab. Auch die Post – nicht nur E-Mails – spielen beim Fernstudium eine wichtige Rolle. Per Brief können Fernstudierende Hausaufgaben an ihre DozentInnen schicken und sie korrigieren lassen. Überraschenderweise wird der analoge Postweg noch häufig genutzt – genauso wie das gute alte Telefon, über das man dann doch ganz persönlich und „altmodisch“ mit seiner Uni in Verbindung treten kann.

Mobilität ist im Fernstudium ein wichtiges Stichwort – deswegen setzten manche Fernunis jetzt immer mehr auf Lernmaterialien auf dem Handy. So hat man die Vorlesung praktisch in der Hosentasche. Wo einige begeistert sind – überall und immer lernen können - sind andere eher skeptisch.

Denn schnell zwischendurch auf dem Handy komplizierte Zusammenhänge verstehen und sich einzuprägen? Das scheint beinahe unmöglich. Dafür braucht es Ruhe und den eigenen Schreibtisch, und nicht fünf Minuten in der U-Bahn. Und persönlichen Kontakt. Deshalb bauen andere Fernunis eher ihre Videobetreuung und Webinare (also Online-Seminare) aus. Das bedeutet auch, dass Fernunis die herkömmlichen Formen des Unterrichts gar nicht vollständig auflösen wollen. Sie setzen auch auf Bewährtes – nur eben teils in digitalisierter Form. Deswegen nutzen viele Fernunis auch einen Mix aus analogen und digitalen Lernformen – das nennt man Blended Learning. Obwohl es auch digitale Prüfungen gibt, ist es an den meisten Fernunis Pflicht, wenigstens zur Prüfungsphase an den Campus zu kommen.

Fernunis sind vor allem ein Projekt der Zukunft – denn Mobile Learning und Webinare stecken noch in den Kinderschuhen. Viele klassische Unis übernehmen jetzt auch Elemente des E-Learnings und bieten auf ihren Plattformen ihren Studierenden die Möglichkeit an, die Präsenzseminare durch eigenes Üben und Studieren online zu ergänzen. So spart man sich neben einer Menge Papier auch oft den Weg in die Bibliothek.

Doch erkennen Arbeitgeber Fernstudiengänge genauso an wie klassische Studiengänge? Tatsächlich kann ein Fernstudium ein guter Grundstein für die berufliche Weiterentwicklung sein – auf dem Jobmarkt sind die Abschlüsse gut anerkannt. Die Studiengebühren können also eine sinnvolle Investition in die eigene berufliche Zukunft sein. Es kommt aber auf die Qualität der Fernunis an: Diese wird die Arbeitgeber auf jeden Fall bei der Bewerbung prüfen. Wie lange dauerte das Studium? Welches Wissen wurde vermittelt? Welcher Abschluss wurde erworben? An Fernunis und -akademien können Kurse belegt werden, bei denen die Teilnehmer lediglich eine Bestätigung erhalten, dass sie den Kurs überhaupt besucht haben. Genauso gut kann man aber auch eine staatlich anerkannte Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium „aus der Ferne“ abschließen. Dann ist die Anerkennung bei der Bewerbung natürlich besser und ist sogar gleichwertig zu klassischen Abschlüssen.

Um zu überprüfen, ob ein Fernstudium zertifiziert ist – d.h. inhaltlich und pädagogisch hohen Standards entspricht – lohnt sich ein Blick auf die offizielle Beurteilung durch die Zentralstelle für Fernunterricht. Das ist eine Einrichtung, die aufgrund gesetzlicher Grundlagen überprüft, ob ein Fernstudium gleichwertig zu klassischen Präsenzausbildungen ist. Arbeitgeber achten außerdem auf die Dauer der Fernausbildung. Es gibt Kurse, die nur wenige Monate dauern, und andere, die aus einem Vollzeitstudium von mehreren Jahren bestehen. Natürlich weiß auch die Personalabteilung, dass der/die Bewerberin im zweiten Fall mehr Anstrengung ins Studium gesteckt und mehr Wissen gesammelt hat.

 

Ein Fernstudium ist also eine echte und gleichwertige Alternative zu den klassischen Studiengängen an den Unis, FHs oder Ausbildungsstätten. Das Fernstudium erlaubt Dir, unabhängig von Ort, Zeit und Lehrenden zu studieren, Dich weiterzubilden und persönlich fortzuentwickeln. An Online-Unis gibt es viele neue, aufregende und innovative Lernformen, die Dich fordern und Dir erlauben, Dich ganz individuell mit Deinem Lernstoff auseinanderzusetzen. An einigen wenigen Fernunis gibt es auch schon virtuelle Klassenzimmer, die man mit 3D-Brille besuchen kann und ganz wie in der klassischen Uni den Prof direkt vor sich sieht…

 

 

Quellen: www.fernstudium-direkt.de, www.zeit.de, www.berufebilder.de,

              www.fernstudium-finden.de

Mit 3D-Brille im Vorlesungssaal

Fernstudium in Zukunft

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