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AUSGABE 16 - Sommer 2017
Inhaltsverzeichnis
Alles begann mit feinen Gold- und Silbergespinsten für den Klerus und den betuchten Adel. Inzwischen ist aus der einstigen Drahtwerkstatt Leoni längst ein Hightech-Konzern geworden. Zum 100. Geburtstag
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Von der Drahtwerkstatt zum Hightech-Konzern

 

Nachdem Ende 2016 erstmals eine Auszubildende der Stadt Roth im Austauschprogramm mit Roths Partnerstädten unterwegs war und zwei Wochen in Ratibor „Stadt und Leute“ kennengelernt hat, machen sich Sandra Klinger ... >
Auszubildender besucht Roths Partnerstadt Xinbei in China
Kinderfest im Fränkischen Freilandmuseum Am Wochenende des 10. und 11. Juni gibt es beim Kinderfest am Erlebnisplatz des Fränkischen Freilandmuseums des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim jeweils von 10 bis 17.00 noch mehr zu entdecken und ... >
Was passiert 2017?
Mai: Keine nervigen Videokommentare mehr auf YouTube. Wie jetzt schon in der App, wird es ab 1. Mai auch im Browser keine lästigen automatischen Einblendungen in Videos mehr geben. Kein ... >
OTH - Bereits im vergangenen Jahr haben im Rahmen des Rother Christkindlesmarktes zahlreiche junge Besucher den Wunsch „einen Besuch bei der Polizei“ in die große „Wunschzetteltruhe“ ... >
Zu Gast bei der Polizei
Als kleines Kind kam Faruk Hajra mit seinen Eltern aus dem Kosovo nach Deutschland. Ein Kriegsflüchtling, der mit seiner Familie dem Grauen des Bürgerkrieges entkommen war. Nach Kindergarten, Grundschule und Volksschule und ... >
„Platz für Aufsteiger“ – Vom Praktikanten zum Verkaufsleiter
5 gute Gründe, SolartechnikerIn zu werden
SolartechnikerInnen haben keinen langweiligen Schreibtischjob. Sie sind nicht nur mit Planung und Konzipierung von Solaranlagen beschäftigt, sondern sind auch vor Ort am Aufbau der Anlagen beteiligt. An der Arbeitsstelle braucht es beinahe ... >
Außerdem:  - Über 100 Jahre Tradition und Erfahrung  - Gewinnspiel - Europa Park  - Gesund und lecker - Rezepte mit Walnuss  - Bildung weltweit - Im Ausland studieren  - Was unter dem Kreuzfahrtschiff lauert  - Metropolregion Nürnberg: Bildungsregion Landkreis Roth  - Der schwierige Umgang mit Mobbing  - Schönheit und Gesundheit vereinen 
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Die Fa Wegerer GmbH & Co KG ist ein mittelständisches Familienunternehmen und blickt auf eine über 100 jährige Tradition und Erfahrung zurück. Die Firma entwickelt sich von einer kleinen Dorfschmiede zu einem zukunft-sorientierten zuverlässigen Handwerksbetrieb des Metall-baus und der Spenglerei. Der Betrieb wird von den Brüdern

Michael und Florian Wegerer geleitet. Das Unternehmen beschäftigt heute 10 Mitarbeiter und ist in ganz Deutschland aktiv. Schwerpunkt ihrer Aufträge ist im bayerischen Raum und in der eigenen Region. Wegerer entwickelt individuelle Lösungen. Material und Arbeit wird nach entsprechender Aufgabenstellung festgelegt.  Ziel ist es hochwertige Arbeiten zu liefern, die lange Bestand haben und Kunden Freude machen. Dafür bieten wir zuverlässige Umsetzung in bester Qualität.

Was macht man in diesem Beruf?

Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Überdachungen, Balkone, Zäune, Treppen, Tore, Fensterrahmen oder Schutzgitter aus Stahl oder anderen Metallen. Häufig stellen sie Einzelstücke speziell nach Kun-denwunsch her.  Sie richten sich nach technischen Zeichnungen, wenn sie von Hand oder maschinell Metall be- und verarbeiten. Sie reißen Metallplatten, ‑rohre oder ‑profile an, schneiden sie zu und formen diese. Dann schweißen, nieten oder schrau-ben sie die einzelnen Bauteile zusammen. Bei der Montage vor Ort bauen sie die angefertigten Werkstücke Außerdem warten sie ihre Produkte und halten sie instand.

Über 100 Jahre Tradition und Erfahrung

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Mit dem  „Projekt V“ steigt 2017 in Europas bestem Freizeitpark weltweit eine neue Großattraktion zu luftigen Höhen empor. Zu den schönsten und faszinierendsten Orten des Kontinents entführt das größte „Flying Theater“ Europas seine Passagiere. Darüber hinaus bietet Deutschlands größer Freizeitpark über 100 Attraktionen und Shows in 15 liebevoll gestalteten, europäischen Themenbereichen. Ein Aufenthalt hier wird von landes-typischer Architektur und authentischer Gastronomie abgerundet. Ab dem Frühjahr können in der neuen Europa-Park Arena außerdem bis zu 6.000 Gäste einzigartige Veranstaltungshighlights genießen.

 

Spektakuläre Neuheiten 2017

Das größte „Flying Theater“ des Kontinents bietet eine atemberaubende Reise durch Europa. In zwei Theater-sälen gleiten bis zu 140 Entdecker mit sesselliftartigen Gondeln auf atemberaubende Weise durch die „Aka-demie der Lüfte“. Riesige Leinwände mit einem Durchmesser von 21 Metern bieten einen fesselnden Blick auf faszinierende Ausnahmen von MackMedia die Fahrgäste in Zehn einmalige europäische Locations entführen. Es werden alle Sinne angesprochen, wenn zusätzliche Effekte wie Duft, Wind und Wasser das Gefühl vom Fliegen intensivieren. „Projekt V“ ist die größte Einzelinvestition in ein Fahrgeschäft in der über 40-jährigen Unternehmensgeschichte. Mit „Happy Family“ bringt MackMedia seine erste Produktion in Spielfilmlänge

Das neue Wasser-Erlebnis-Resort wird in der Saison 2017 weiter vorangetrieben. Auf einer insgesamt 46 Hektar großen Erweiterungsfläche entstehen im Südosten der Gemeinde Rust zahlreiche Indoor- und Outdoor-Aktivitäten rund um das Thema Wasser. Des Weiteren ist ein neues Themenhotel geplant. Ein vielfältiges Angebot an Wasser-attraktionen, eine aufwendige nordische Thematisierung sowie eine ansprechende gastronomische Vielfalt machen das Wasser-Erlebnis-Resort zu einer perfekten Ergänzung zum Europa-Park. Die Eröffnung ist 2019 geplant.

 

Europas Juwelen in Miniatur entdecken

Im Europa-Park kann ein ganzer Kontinent an nur einem Tag bereist werden. Neben Frankreich und der Schweiz warten insgesamt 15 europäische Themenbereiche mit landestypischer Architektur und einem mehrfach prä-mierten. Gastronomischen Angebot auf die ganze Familie. Mit der Attraktion „Volo da Vinci“ können sich Gäste in luftige Höhen begeben und Italien von oben erleben.

 

Der griechische Themenbereich gewährt eine Reise übers Mittelmeer mit dem „Flug des Ikarus“. In der Schweiz hingegen erwartet der „Gletscherflieger“ seine Gäste, um sie hinauf zum Matterhorn zu fliegen um von dort einen atemberaubenden Blick auf die Alpenlandschaft zu gewähren. Der neue Themenbereich Irland bietet mit den „Spinning Dragons“ eine aufregende Reise auf einem Drachen über die Grüne Insel. Mehr Wind um die Nase bekommen die Besucher unter anderem im Russischen Themenbereich.

 

Die Hochgeschwindigkeits-Achterbahn „Euro-Mir“ schießt die Raumfahrer raketenhaft in die Umlaufbahn. Danach steht einem Besuch in der Raumstation „Mir“ nichts mehr im Wege. Die Achterbahnen „Alpenexpress Coastiality“ und „Pegasus Coastiality“ bieten eine aufregende Erfahrung. Mithilfe einer Virtual Reality-Brille werden völlig neue Welten betreten und unvergessliche Abenteuer ermöglicht.

Gleichzeitig bleibt die reale Achterbahnfahrt mit Fahrtwind, Fliehkräften und Kurven stets spürbar. Die spannenden „Virtual Reality“- Erlebnisse ermöglicht der Europa-Park  seinen Besuchern auch für Zuhause. Mit der App „Coastiality“ von MackMedia können Smartphone-Besitzer in fantastische 360-Grad Welten abtauchen und Achterbahnfahrten zu Hause realistisch nachempfinden.

 

Der Sommer bietet unter anderem ein neues Street Food Festival, das zusammen mit einem US Car Treffen ein schönes Erlebnis bietet.

 

Auf dem Street Art Market präsentieren Graffiti und „Straßenmalerei“ Artisten ihre Werke und Talente. Während des Schweizer Fests können die Besucher erstmalig den Traditionssport „Schwingen“ im Europa-Park bestaunen. Am 22. Juli 2017 wird die Nacht zum Tag, wenn die Sommernachtsparty beginnt und den alljährlichen Höhepunkt markiert.

 

Erholung und Komfort auf höchstem Niveau bieten die parkeigenen Sterne Hotels. Hier ist alles zu finden, was man von einem perfekten Familienurlaub oder einem romantischen Wellness-Wochenende erwartet.

 

Ein vielfältiges kulinarisches Angebot rundet einen atemberaubenden Aufenthalt ab. Auf einer Fläche von knapp 90 Hektar bietet der Golfclub Breisgau e.V. Golffreunden alles, was das Herz begehrt. Mit einem 9-Loch- und einem 18-Loch-Platz erstreckt sich das Gelände idyllisch inmitten von Weinreben und bietet gleichzeitig die ideale Herausforderung.

 

Seit mehr als zehn Jahren präsentiert sich der Europa-Park seinen Gästen zu jeder Jahreszeit in individuell gestalteten Thematiken und garantiert stets neue Entdeckungen und eine abwechslungsreiche Optik. Hier gibt es zu jeder Jahreszeit eine neue Atmosphäre zu erleben!

 

 

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2017 vom 01. April bis zum 05. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison). Infoline: 07822 / 77 66 88.

Weitere Informationen auch unter www.europapark.de

1 x 2 Karten zu gewinnen!

Ein perfekter Urlaubstrip

Unvergessliche Höhenflüge im Europa-Park

auf die große Leinwand. Der Film läuft ab August bundesweit und darüber hinaus in zahlreichen europäischen Ländern. Ab Saisonbeginn wartet die „Happy Family“ auch auf dem „Alpenexpress“ in einem zweiten VR-Ride als weiteres „Coastiality-Erlebnis“ sowie in einer Show im Italienischen Themenbereich auf die ganze Familie. Im Traumzeit-Dome gibt es ein neues Filmhigh-light für Groß und Klein: In „The Secrets of Gravity – From Europe to Space“ können sich die Besucher gemeinsam mit einem Jungen und seinem Roboterfreund auf die Spuren Albert Einsteins begeben und dabei nicht nur die Geheimnisse der Schwerkraft erkunden, sondern auch Raum und Zeit erforschen. Von Europa aus, bis hin zum Mond, über die Weltraumstation und in die entferntesten Winkel des Alls, entführt die erlebnisreiche 360- Grad Projektion die Besucher des Europa-Parks.

 

Mit einer Fläche von 3.000 Quadratmetern bereitet die „Europa-Park Arena den Weg zu Veranstaltungen von ganz neuer Qualität. Ab Frühjahr können bis zu 6.000 Gäste magische Momente in der neuen Multifunk-tionshalle erleben. Eine lichte Höhe von 13 Metern macht dabei auch technisch aufwendige Bühnenkonstruktionen möglich. Bereits Mitte Januar feierte DJ BoBo mit seinem 25-jährigem Bühnenjubiläum und der Weltpremiere seiner neuen Show „Mystorial“ die erste Veranstaltung in der Europa-Park Arena.

 

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Zutaten

250g Walnüsse

150g Datteln,

entsteint und gehackt

770ml Wasser

 

Zubereitung

Weiche über Nacht die Walnüsse und die Datteln in zwei Schalen Wasser ein. Röste die Walnüsse in einer Pfanne bei niedriger Hitze. Nicht vergessen, zwischendurch umzurühren, damit nichts anbrennt!

Gib die gerösteten Walnüsse und die eingelegten Datteln mit 770ml Wasser in einen leistungsfähigen Mixer und mixe alles zu einer cremigen Masse.

Lass die Masse im Tiefkühlfach einfrieren.

Nimm das Eis kurz vor dem Servieren aus der Kühlung und schneide es in Würfel. Mixe die Würfel erneut im Mixer, bis eine cremige Masse entsteht. Mach alle paar Sekunden den Mixer aus und rühre mit einem Plastiklöffel um, damit die Masse gut durchgemixt wird.

 

Lass es dir schmecken!

Die Walnuss ist ein richtiges Wundermittel. Sie besitzt mit bis zu 16 Prozent viel Eiweiß, was gut für den Muskelaufbau ist. Außerdem hat sie von allen Nüssen den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die wichtig für die Herzgesundheit sind. Walnüsse sind gut für die Leber und Haare, weil sie Zink und verschiedene Vitamine enthalten. Sogar vor Diabetes können die Nüsse schützen. Schon neun Walnüsse und ein Löffel Wallnussöl am Tag senken das Risiko für hohen Blutdruck. Neuere Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Walnüsse gut für die Blutgefäße sind und gegen Herz-Kreislauferkrankungen helfen. Und weil Walnüsse noch dazu gut schmecken, kommen hier zwei leckere Rezepte mit Walnüssen. Mit dem Wissen darüber, wie gesund Walnüsse sind, lassen die sich auch mit gutem Gewissen verputzen!

Zutaten

Für den Boden: 150g Nüsse (egal welche), über Nacht in Wasser eingeweicht. 100g Datteln, entsteint und gehackt 30g Kakaopulver

2 Esslöffel Wasser

Für die Walnusscreme:
240g Walnüsse, über Nacht in Wasser eingeweicht 150g Datteln, entsteint und gehackt, 250ml Wasser

Für die Schoko-Creme:

80g Datteln, entsteint und gehackt

180ml Wasser

50g Kakaopulver
1EL Öl

 

Zubereitung

Mixe für den Boden die Nüsse und die Datteln, bis sie krümelig sind. Gib dann etwas Wasser hinzu, bis man die Masse kneten kann. Verteile die Masse in einer Kuchenform und drücke sie gut an. Mixe für die Walnusscreme alles Zutaten zusammen, bis eine Creme entsteht. Verteile die Creme auf dem Boden und stell das Ganze für einige Zeit ins Gefrierfach. Mixe in der Zwischenzeit alle Zutaten für die Schokocreme zusammen und verteile sie auf dem Kuchen über der Walnusscreme. Garniere den Kuchen mit ge-hackten Walnüssen oder Schokodrops. Lass den Kuchen drei bis vier Stunden im Gefrierschrank fest werden. Vor dem Servieren bereits den ganzen Kuchen schneiden, bevor er warm wird.

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Globalisierung – das Wort haben wir alle wahrscheinlich schon 15 Mal zu oft gehört. Doch es ist nun einmal allgegenwärtig. So auch im Studium. Die Arbeitswelt verlangt, dass wir flexibel sind, am besten mehrere Sprachen sprechen, ins Ausland reisen und mit Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Deshalb fangen immer mehr junge Menschen schon im Studium an, Auslandserfahrungen zu sammeln. In vielen Studien-gängen ist das bereits Pflicht, z.B. International Business oder Management. 30 Prozent der Studierenden an Univer-sitäten verbringen mindestens ein Semester im Ausland. An Fachhochschulen sind es immerhin 18 Prozent. Die beliebtesten Zielländer sind Großbritannien und Frankreich – hier zieht es etwa zwei Drittel der Austauschstudierenden hin. 13 Prozent gehen nach Nordamerika und zehn Prozent nach Osteuropa, etwa nach Polen oder Russland.

Meistens gehen die Studierenden aber nur für ein bis zwei Semester ins Ausland. Sie belegen dort Fächer, die in ihrem deutschen Studienplan ohnehin vorgesehen sind und lassen sie sich an ihrer Heimatuni in Deutschland „anrechnen“. So können sie ihr Studium noch immer in Regelstudienzeit abschließen. Es ist aber auch möglich, das gesamte Studium im Ausland zu absolvieren. Grund könnte der Wunsch sein, einen seltenen Studiengang an einer darauf spezialisierten Universität zu belegen. So gibt es z.B. in Oxford einen speziellen Studiengang der Umwelt-anthropologie, der nur dort in dieser Form angeboten wird. Oder die fortschrittlichsten Forscher eines bestimmten Faches lehren im Ausland – auch das könnte ein Grund sein, für das Studium das Heimatland zu verlassen. So zieht es z.B. viele junge InformatikerInnen in die USA und später ins Silicon Valley.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Studium im Ausland erlaubt es den Studierenden außerdem, eine neue Perspektive auf ihr Fach zu ge-winnen. Mit einer unterschiedlichen Kultur in einem anderen Land kommt auch immer eine andere Art, zu forschen, zu lehren und zu lernen.

Ein Auslandsstudium ist wahrscheinlich auch die beste Möglichkeit, eine Fremdsprache, insbesondere auch die Fachsprache zu lernen. Die im Ausland geknüpften sozialen Kontakte können im beruflichen Leben noch sehr nützlich werden und die Karriere vorantreiben. In vielen Ländern gibt es eng verbundene Alumni-Netzwerke, also Zusammenschlüsse ehemaliger Studierender, wie etwa dieFraternities und Sororities in den USA: Sie bleiben auch lange nach dem Abschluss in Kontakt, helfen sich bei der Jobsuche und treffen sich regelmäßig an der Uni wieder. Ein ausländischer Abschluss macht sich außerdem gut im Lebenslauf, weil er Auslandserfahrung zeigt, sowie Eigeninitiative, Anpassungsfähigkeit und Selbstständig-keit. Schließlich ist es eine große Leistung, sich im Ausland zurecht zu finden und ein ganzes Studium in fremder Umgebung zu absolvieren.

 

manchen Studiengängen, z.B. in Jura ist auch ein Doppelabschluss, wie etwa in deutsch-französischem Recht möglich. Das macht den Berufseinstieg in beiden Ländern noch einfacher, weil der Abschluss zum Arbeiten mit beiden Rechtssystemen und zur internationalen Zusammenarbeit befähigt.

 

Auch die persönliche Entwicklung wird während des Auslandssemesters gestärkt: So sagten ganze 90% der Teilnehmer des Erasmus-Programms (Auslandssemes-ter in Europa), sie seien durch ihr Auslandsstudium selbstbewusster geworden.

 

 

 

 

 

 

 

Manche Studierende gehen auch deshalb zum Studium ins  Ausland, weil sie die Qualität der Lehre dort für besser halten. Es stimmt: An vielen ausländischen Unis, besonders in den USA sind die Kurse viel kleiner. Wo man in Deutschland in einem Vorlesungssaal mit 500 Leuten sitzt, fachsimpelt man in den USA mit dem Professor in einer gemütlichen Runde von fünf Leuten. Das hat aber auch seinen Preis: In den USA gibt es nämlich anders als in Deutschland hohe Studiengebühren. Mehrere Tausend Dollar musst Du pro Semester hinblättern.

Für sparsame Studierende ist deshalb vielleicht China eine gute Alternative: Hier lehren viele ProfessorInnen, die ihren Abschluss an renommierten Universitäten in den USA, England oder Kanada gemacht haben. Sie bieten in China hochqualitative Lehre – für die man nicht einmal Mandarin lernen muss. Viele Programme werden auf Englisch angeboten. Allerdings sind die Studiengebühren hier viel niedriger als in anderen Ländern. Außerdem ist China eine wichtige aufstrebende Wirtschaftsmacht – ein Studium hier kann also auch eine Sprosse auf der eigenen Karriereleiter sein. Es ist außerdem ungewöhnlicher als ein Studium in Europa oder den USA.

 

Weil man sich bei einem vollständig-

en Studium im Ausland meist

direkt an der ausländischen

Uni bewirbt und nicht etwa

durch Austauschprojekte

vermittelt wird, bezeichnet

man im Ausland Studier-

ende häufig als Free-

mover. Sie kümmern

sich ganz selbstständig

um ihre Bewerbung, be-

sorgen sich ihr Visa und

planen ihre Reise. Aller-

dings gibt es auch für Free-

mover Unterstützung –

sowohl an Unis in Deutsch-

land, als auch im Wunschland

kannst Du dich bei deiner Planung

beraten lassen. Wie muss ich mich

bewerben? Wann sind die Bewerbungs-

fristen? Wie hoch sind die Studiengebühren?

Auch finanziell kannst Du dir als Freemover Unterstützung holen: So kannst Du z.B. Auslands-Bafög beantragen. Hier liegen die Einkommensgrenzen etwas anders als beim „normalen“ Bafög, sodass auch Studierende, deren Eltern etwas mehr verdienen, Chancen auf Förderung haben.

 

Eine andere Möglichkeit sind Bildungskredite. Auch die Bewerbung um ein Stipendium lohnt sich, z.B. bei DAAD, Erasmus oder Begabtenwerken. Viele ausländische Unis bieten auch interne Stipendien an. Es gibt viele sehr spezielle Stipendien: für kreative Köpfe, sozial Engagierte, ausgefallene Lebensläufe… nicht nur Noten zählen! Um ein speziell für Dich geeignetes Stipendium zu finden, ist www.mystipendium.de empfehlenswert. Dort kannst Du anhand Deines Lebenslaufs und Deiner Qualifikationen speziell nach dem richtigen Stipendium suchen.

 

Aber auch ohne Stipendium lässt sich ein Auslands-studium finanzieren. Auch mit einem Studentenvisum darfst Du in vielen Ländern im Hochschulbereich arbeiten, z.B. als Studentische Hilfskraft.

Aber Vorsicht: Nicht alle Abschlüsse aus dem Ausland werden in Deutschland anerkannt. Grundsätzlich darf der Arbeitgeber entscheiden, ob er die im Ausland erbrachten Prüfungsleistung anerkennt. Ausnahme sind international agierende Unternehmen. Ihnen ist es gesetzlich verboten, Bewerber mit ausländischem Abschluss zu benach-teiligen. Besonders bei der Berufszulassung im öffentlichen Bereich und in der Medizin kann es aber Probleme geben.

                      Für Mediziner liegt es an der Landesärzte-

                             kammer zu entscheiden, ob die Approbation

                      eines Arztes aus dem Ausland in Deutsch-

                      land gültig ist.

 

    Ein „Trick“, um das Problem der Aner-

kennung in Deutschland zu um-

gehen ist folgender: Manche

              Studierende beginnen ihr

 Studium zwar im Ausland,

 wechseln aber nach ein-

igen Semestern nach

Deutschland und schlie-

ßen dort ihr Studium ab.

 So fangen z.B. viele Me-

dizinstudentInnen ihr Stu-

dium im Ausland an,

 weil dort der Numerus

 Clausus (also der benötigte

Abiturschnitt) nicht so hoch ist.

Später wechseln sie nach Deu-

tschland und schließen dort ihre

Approbation ab.

 

                             Für Berufe mit Staatsexamen, also z.B.

              für JuristInnen und LehrerInnen gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen. Weil das Schul-system in Deutschland Ländersache ist, kann es sogar sein, dass ein Lehrer, der in einem Bundesland studiert hat, in einem anderen nicht arbeiten kann. Auch bei der Anerkennung einiger anderer Hochschulabschlüsse ha-ben die Länderministerien das Sagen. Die Frage, ob ein Studienabschluss in Deutschland gültig ist, lässt sich also nicht generell beantworten. Eine Übersicht gibt der der Deutsche Akademische Auslandsdienst auf seiner Website.

 

Durch die Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem auch in Deutschland ist die Anerkennung von Studienabschlüssen aus dem Ausland aber viel einfacher geworden. Bachelor und Master sind international anerkannte und vergleichbare Abschlüsse, machen die Studierenden also flexibler und erlauben ihnen, auf der ganzen Welt zu lernen und zu arbeiten.

 

Quellen: www.daad.de, www.college-contact.com,

www.academic-embassy.de, www.anerkennung-in-deutschland.de

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Was unter dem Kreuzfahrtschiff lauert

Die Geheimnisse der Tiefsee

Es sind bald Sommerferien – und damit Urlaubsaison. Endlich Urlaub am Meer, schnorcheln im Wasser, manche segeln mit dem Schiff aufs Meer hinaus – oder steigen zur Kreuzfahrt auf riesige Luxusdampfer, die so viele Restaurants und Freizeiteinrichtungen an Bord haben wie eine Kleinstadt. Doch egal wie riesig das Kreuzfahrtschiff – für den Ozean ist es nur ein kleines Boot, das auf seinen gigantischen Wassern treibt. Denn die Meere unserer Welt sind riesig groß – sie bedecken 70 Prozent unseres Planeten. Doch egal ob wir nur an der Oberfläche planschen oder mit Sauerstoffflaschen in die Tiefe tauchen – gemessen an der Tiefe des Meeres bleiben wir doch immer nur an der Oberfläche. Denn wiederum 70 Prozent der Meere liegen mehr als 800 Meter tief. An der tiefsten Stelle des Ozeans, dem Mariannengraben, liegt der Grund 11 Kilometer unter dem Meeresspiegel. Von diesen unfassbar großen Wassermassen ist der Großteil von uns unerforscht – manche Forscher sagen, von der Tiefsee sei weniger bekannt als von der Oberfläche des Mondes.

 

Obwohl der Meeresboden „Tafel“ genannt wird, ist er keineswegs flach – er ist durchzogen von Furchen und Schluchten, wie dem Mariannengraben oder Gebirgen, wie dem Mittelozeanischen Rücken, der sich über 70 000 Kilometer, von Mittelamerika, an der Antarktis vorbei, bis nach Indien durch den Atlantik zieht. So viel Raum – doch der Mensch weiß kaum etwas über die Weltmeere. Denn die Forschung in der Tiefe ist durch das fehlende Licht und dem enormen Druck unter Wasser fast unmöglich. Lange Zeit dachten die Menschen, die Ozeane wären unendlich tief. 1521 lässt Ferdinand Magellan, ein portugiesischer Seefahrer, ein 700 Meter langes Tau von Bord seines Schiffes ins Meer hinab. Das Tau erreicht natürlich nicht den Grund. Magellan zieht daraus den Schluss, dass das Meer sich wohl bis in unendliche Tiefen unter ihn erstrecken muss. Das war der Startschuss für die Tiefseeforschung. Bis 1850 galt in der Forschung die Abyssus-Theorie: Unter 800 Meter ist kein Leben mehr möglich. Das ist lange widerlegt: Inzwischen haben Forscher selbst in 11 Kilometer Tiefe noch Fische und andere Lebewesen entdeckt. Auch heute ist die Tiefsee für uns, trotz modernster Technik noch relativ unerreichbar. Den tiefsten Punkt des Meeres erreichte der erste Mensch erst im Jahre 1960: Jaques Piccard und Don Walsh tauchten mit ihrem Uboot „Trieste“ zum Challengertief im Mariannengraben hinab. Nach ihnen ist diese Leistung nur einem weiteren Menschen gelungen, nämlich James Cameron, der am 26. März 2012 alleine mit seinem Boot „Deepsea Challenger“ auf dem Grund des Challengertiefs landete. Zum Vergleich: Die erste Mondlandung gelangt dem Mensch im Jahre 1968. Obwohl die Meere uns viel näher sind, sind sie für uns schwerer zu erforschen als das Weltall. Die Forschung in der Tiefsee ist nämlich unglaublich teuer – die meisten Länder können sich das technische Equipment, wie z.B. tiefseetaugliche Unterseeboote oder ausreichend große Schiffe, gar nicht leisten. Ein Forschungsschiff, das voll für die Tiefseeerforschung ausgestattet ist, kostet pro Tag 10 000 Euro. Um Proben auf einer Tiefe von acht Kilometern zu holen, brauchen die Forscher Kabel, die über 11 Kilometer lang sind. Um so ein Seil in die Tiefe

abzulassen und sicher wieder nach oben zu befördern, brauchen sie außerdem über 24 Stunden. Um die Tierwelt im Ozean zu erforschen, brauchen die Forscher besondere Druckluftbehälter, in denen sie Fische fangen und an Land holen können. Um den Druck, der in der Tiefsee herrscht, zu demonstrieren, haben Forscher leere Tonnen an U-Booten befestigt und sie mit in die Tiefe gezogen. Wenn das Boot wiederauftaucht, sind die Tonnen so zusammengeknautscht wie eine zertretene Getränkedose. Weil die Tiere an das Leben unter enormem Wasserdruck angepasst sind, würden sie sonst den Transport an die Oberfläche nicht überleben. Natürlich ist es gar nicht so leicht, überhaupt Tiere aus der Tiefsee zu fangen: Weil es dort unten kaum Nahrungsmittel und so extreme Lebensbedingungen gibt, ist die Zahl der Tiere nicht so groß wie an Land. Welche Tiere überleben überhaupt dort unten in der Tiefe? Um dem enormen Druck unter Wasser standzuhalten, haben sich die Tiere im Laufe der Evolution mit einem einfachen Trick an die harten Lebensbedingungen angepasst. Sie bestehen selbst ebenfalls aus ganz viel Wasser – so kann ihnen der Druck nichts anhaben. Quallen können selbst in zehn Kilometern Tiefe überleben, weil sie zu 98 Prozent aus Wasser bestehen. Hohlräume mit Luft, die vom Wasserdruck komprimiert werden könnten, brauchen Tiefseetiere nicht. Sie haben keine Gehörgänge oder Lungen. Anders als ihre Artgenossen weiter oben im Wasser besitzen sie auch keine Schwimmblase. Das ist ein Organ, mit dem Fische ihre Schwimmhöhe im Wasser steuern können. Stattdessen produziert der Körper von Tiefseefischen ölige Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind und so den Tieren erlauben, nach oben zu steigen. Aber keine Angst: Die meisten Tiefseefische werden nicht sehr groß, höchstens 30 Zentimeter.  Die Nahrungssuche ist für die Tiere allerdings doch ein Problem: Weil es hier immer dunkel ist, gibt es in der Tiefsee keine Pflanzen. Auch Jäger haben es schwer, weil der Lebensraum Tiefsee nur von sehr wenigen Tierarten bewohnt wird. Beute ist selten. Deswegen sind viele Tiefseetiere Aasfresser: Sie ernähren sich von dem was von oben in die Tiefe hinabsinkt, also abgestorbenen Tieren oder Pflanzen. Raubfische besitzen in der Tiefsee extrem dehnbare Mägen und ausklappbare Kiefer. Der Pelikanaal hat ein Maul, das so breit ist wie ein Viertel seiner Körperlänge. Andere Raubfische haben furchterregend lange Zähne, die extrem scharf sind. Der Schwarze Drachenfisch etwa hat so lange Zähne, dass er sein Maul nicht mehr schließen kann. So kann er sicher sein, dass er, falls er tatsächlich einmal Beute findet, diese auch fängt. Wieder andere Tiere senden mit Hilfe von Bakterien Licht aus, um ihre Beute anzulocken und zu fressen – ganz wie der gruselige Fisch in „Findet Nemo“. Noch schwieriger als das Fressen ist für die Tiere nur die Fortpflanzung: weil so wenige Tiere auf so großem Raum in der Tiefsee leben, treffen sie nur selten auf einen Partner. Das Männchen des Tiefsee Anglerfischs hat sich deshalb zu einem sehr anhänglichen Fisch entwickelt: Er ist viel kleiner als seine weiblichen Artgenossen. Hat er einmal ein Weibchen gefunden, heftet er sich an das Weibchen und lässt seinen Blutkreislauf mit ihrem verwachsen. Ab jetzt ist er nur noch für die Samenproduktion zuständig und lässt sich vom Weibchen herumtragen

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Nicht nur auf dem Papier steht die Bildungsgerechtigkeit als Handlungsmaxime im Landkreis Roth ganz oben. Im Landratsamt kümmert sich die Kreisentwicklung mit der Initiative Bil-dungsregion um die weitere Verbesserung des Lernens vor Ort. Und dabei holt sich die Kommune Expertise der Transferagentur Bayern ein, deren Regionalbüro Nord in der Ge-schäftsstelle der Metropolregion Nürnberg angesiedelt ist. Landrat Herbert Eckstein und Flo-rian Neumann von der Transferagentur haben jetzt eine Zielvereinbarung unterzeichnet.  An vielen Stellen erleichtert der Landkreis Roth den Bürgerinnen und Bürgern schon den Zugang zu individuell passenden Bildungsangeboten. Doch die Kommune will die Situation weiter verbessern. „Kein Talent darf verloren gehen“, erinnert Landrat Herbert Eckstein an das Motto der Initiative zur Bildungsregion in Bayern, die vor drei Jahren gemeinsam mit der Stadt Schwabach begonnen worden war. „Wir können es uns nicht erlauben, dass einzelne herausfallen – weder menschlich noch wirtschaftlich“, sagt Eckstein.

Um die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, stellt das Landratsamt die Errungenschaften der Initiative nun auf Dauer: Kommunikation über aktuelle Bildungsfragen soll auf allen Ebe-nen regelmäßig stattfinden. Um die Zusammenarbeit aller Akteure kümmern sich Michael Buchholz für die Bildungsregion Roth und Sonja Möller im Bereich Neuzugewanderte. „Kommunale Bildungs-landschaften leben von Kommunikation und gemeinsame Interaktion aller beteiligten Bildungsakteure vor Ort“, sagt Buchholz. Die optimale Koordination der Angebote vor Ort

ist damit stetes Ziel, das zum Beispiel mit Hilfe eines Bildungsportals erreicht werden soll: Demnächst wird das Onlineportal dem Kreisausschuss Jugend und Familie vor-gestellt. Ende des Jahres soll es online gehen.

„Gemeinden und Kommunen werden im Bildungsbereich zusammenarbeiten, um die Stand-ortattraktivität unserer Region zu erhöhen“, sagt Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg. Die Transferagentur Bayern wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingerichtet, um Kommunen beim Aufbau eines kommunalen Bil-dungsmanagements zu unterstützen. „Der Landkreis Roth steigt hier schon auf fortgeschrit-tener Stufe ein“, ergänzt Dr. Standecker.

Mit Hilfe der Agentur soll weiter an den Werkzeugen der Bildungssteuerung gefeilt werden: „Ein Bildungsmonitoring könnte Zahlen in Zukunft nicht nur erheben und veröffentlichen, sondern auch nutzen, um gemeinsam mit den Akteuren vor Ort Verbesserungschancen für die Zukunft auszuloten“, schlug Florian Neumann, Projek-tleiter des Nürnberger Büros der Transferagentur, vor.

Ein Foto zum Abdruck mit dieser Meldung ist angehängt. Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg, Roths Landrat Her-bert Eckstein und Florian Neumann, Leiter des Regionalbüros Nord der Transferagentur Bayern (unten von rechts), unterzeichneten die gemeinsame Zielvereinbarung in den Räu-men der Staatlichen Realschule Hilpoltstein im Beisein von Schulleiter Kurt Wink, Bildungs-koordinatorin Sonja Möller und Michael Buchholz, der im Landratsamt Roth für die Bildungs-region zuständig ist.

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Um Mobbing verhindern zu können,

muss man es zunächst verstehen.

 

Mobbing beginnt langsam.  Das Opfer wird nicht von einem Tag auf den anderen öffentlich beleidigt, geschlagen und ausgeschlossen. Es beginnt meist ganz subtil und so, dass Lehrer und Eltern nichts davon mitbekommen. Und wenn doch, dann sieht es meist nach einem harmlosen Spaß aus. Dem Opfer wird im schlimmsten Fall geraten, die ganze Sache zu vergessen und sich nicht so zu haben. Diese erste Phase nennt man das Explorationsstadium. Der Täter wendet sich mit kleinen Attacken und Gemeinheiten gegen verschiedene andere Kinder und probiert aus, wer von ihnen ein gutes Opfer sein könnte.  Prinzipiell kann jede/r Opfer von Mobbing werden – Täter finden immer etwas, womit sie ihre Gemeinheiten begründen können. „Sie ist doch immer so komisch angezogen!“ oder „Der ist so eingebildet.“ Auf keinen Fall ist also das Opfer schuld an seiner Lage!

Im zweiten, dem Konsolidierungsstadium, beginnt der Täter systematisch, das Opfer schlecht zu behandeln und bloßzustellen. Das ist der Zeitpunkt, zu dem MitschülerInnen und LehrerInnen eingreifen müssen. Wenn diese jetzt das Verhalten des Täters ignorieren und nichts dagegen tun, versteht er oder sie das als Erlaubnis. Sein Verhalten wird zur neuen Norm, also einer akzeptierten sozialen Regel in der Klasse. Das geht umso leichter, je höher die soziale Position und Anerkennung des Täters in der Klasse ist. So  schafft es der Täter, die

Rollen von sich und seinem Opfer unumkehrbar in der Klassenhierarchie festzulegen. Die MitschülerInnen schauen nicht nur weg, sondern sie machen aktiv beim Mobbing mit. Das nennt man Manifesta-tionsphase. Innerhalb der Klasse scheint es plötzlich ganz normal und sozial akzeptiert zu sein, das Opfer zu drangsalieren. Den Mitläufern in der Klasse ist es oft gar nicht bewusst, dass sie ihr Opfer mobben. Sie haben das Gefühl, er oder sie habe es eben „so verdient“. Das liegt auch daran, dass viele SchülerInnen nicht viel über Mobbing wissen.

Die Täter wissen hingegen meist ganz genau, was sie tun. Ihr Ziel ist es, eine dominante Position in der Klasse einzunehmen. In ihrer Kindheit haben sie gelernt, dass Aggression ihnen hilft, dieses Ziel zu erreichen. Mit ihrer aggressiven Strategie hören sie erst dann auf, wenn die Klasse beim Mobbing nicht mitmacht und dem Täter keine hohe soziale Stellung in der Klasse einräumt. Dann lernt der Täter, dass Aggression nicht funktioniert, um seine Ziele zu erreichen. Deshalb ist es wichtig, dass LehrerInnen und Eltern gleich zu Beginn des Mobbings, also in der Explorationsphase, eingreifen. Denn meist lehnen die MitschülerInnen zu Beginn das Mobbing noch ab – erst später ergreifen sie, auch aus Angst, selbst Opfer zu werden, Partei für den Täter.

Doch oft bleibt Mobbing lange unentdeckt, sodass LehrerInnen und Eltern erst eingreifen, wenn der Konflikt schon eskaliert und das Opfer in seiner Rolle gefangen ist. Das liegt daran, dass Mobbing zu Beginn von den Tätern bewusst im Verborgenen begangen wird. Sie nutzen die Momente im Klassenzimmer, wenn gerade keine Lehrkraft zur Aufsicht da ist. Oder in einer stillen Ecke des Pausenhofs. Dazu kommt, dass die Mobbingopfer sich oft schämen oder glauben, dass ihnen die Eltern oder LehrerInnen nicht helfen können. Oft glauben sie sogar, selbst schuld daran zu sein, gemobbt zu werden. Deshalb erzählen sie nichts von ihren Problemen.

Deswegen ist es sowohl für die Opfer von Mobbing, als auch für ihre KlassenkameradInnen wichtig, sofort Hilfe von außen einzuschalten, wenn sie erste Anzeichen von Mobbing bemerken. Lehrer sollten bereits eingreifen, wenn sie merken, dass in ihrer Klasse ein schlechtes Klima herrscht, es also viele Streitigkeiten gibt und sich viele nicht gut miteinander verstehen. Denn ein schlechtes Klassenklima ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Mobbing. Wenn sich hingegen alle akzeptieren, kommt es so gut wie nie dazu. Das heißt nicht, dass jeder in der Klasse jeden mögen muss. Aber jemanden nicht zu mögen, ist eben noch lange keine Rechtfertigung für Mobbing!

Teil: Wie funktioniert Mobbing?

 

„Ich kam in die 5. Klasse und dort war ich Gespött ausgesetzt - Freunde? Keine. Es begann die Zeit, wo ich anfing, an mir selbst zu zweifeln […]. Die Realschulzeit war kein Zuckerschlecken - im Gegenteil. Ich wollte dazu gehören, wollte Anerkennung und habe alles dafür getan. Habe geklaut, nur um zu beweisen, dass ich auch was kann. Ich bekam immer wieder Zettel zugesteckt auf denen stand “Du wirst nie dazu gehören!” Meinen Eltern habe ich nie wirklich etwas davon erzählt, denn ich dachte, dass ich daran schuld wäre. In diesem Zusammenhang möchte ich allen dazu raten: Redet! Öffnet euch, denn das Schweigen macht euch innerlich kaputt.“

Das schreibt eine Schülerin in einem Selbsthilfeforum für Opfer von Mobbing. Mobbing kennt viele Formen. Kinder und Jugendliche greifen ihre MitschülerInnen körperlich an, schlagen, treten oder schubsen sie. Sie beleidigen sie und erzählen fiese Gerüchte, schneiden hinter ihrem Rücken Grimassen oder lachen sie aus. 15% der SchülerInnen auf weiterführenden Schulen haben schon einmal Mobbing selbst erlebt. Jungs mobben dabei meist anders als Mädchen: Sie greifen eher zu physischer und verbaler Gewalt, d.h. sie attackieren ihre Opfer körperlich oder verletzen ganz offen mit verletzenden Worten.  Mädchen sind – entgegen des Klischees – zwar genauso aggressiv wie Jungs. Sie greifen aber zu anderen Mitteln, nämlich der Beziehungsgewalt. Das bedeutet, dass sie ihre Opfer sozial isolieren, schlecht über sie reden, andere MitschülerInnen anstiften, nicht mehr mit ihnen zu reden oder sie bei Lehrern anschwärzen.

Teil: Was sind die Folgen?

 

Mobbing hat schlimme Folgen – nicht nur für die Opfer, sondern auch für die Klasse (in der schließlich jede/r jederzeit zum Opfer werden kann!) und sogar für die Täter. Die Opfer von Mobbing leiden oft unter starker Angst vor der Schule und trauen sich nicht mehr in den Unterricht. Ihre Noten werden schlechter und sie fühlen sich auch körperlich schlecht. Oft ist ihnen übel und sie haben Kopfschmerzen. Sie verlieren ihre Freunde, die sich aus Angst, selbst gemobbt zu werden, auf die Seite der Täter stellen. Sie fühlen sich wertlos. Oft haben sie auch später im Leben noch mit diesen Problemen zu kämpfen.

Langfristig schadet Mobbing aber besonders den Tätern. Sie lernen nicht, dass es andere Wege gibt, ihre Ziele zu erreichen, als durch Aggression. Sie sind dadurch aber auch von anderen abhängig – sie brauchen Mitläufer und Opfer, die sie benutzen können, um ihre eigene Rolle zu stärken. Sobald sie auf sich alleine gestellt sind, versagen sie oft. Ihnen fehlen soziale Fähigkeiten, um konstruktiv mit Konflikten umgehen zu können. Im Erwachsenenleben kommen sie oft mit ihren Strategien nicht weiter – obwohl es auch am Arbeitsplatz Mobbing gibt. Außerdem fehlt Tätern das Gerechtigkeitsbewusstsein – deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass sie später eine kriminelle Laufbahn einschlagen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Mobbing zu bekämpfen. Präventivmaßnahmen, die von der Schul- oder Klassenleitung angeleitet werden, sollen verhindern, dass Mobbing überhaupt entsteht. Hier geht es also darum, am Klassenklima zu arbeiten. Viele ForscherInnen fordern, „Soziales Lernen“ als Schulfach einzuführen. An vielen Schulen werden schon Workshops für Schulklassen angeboten. Dabei lernen die SchülerInnen, wie man friedlich kommuniziert, Konflikte löst und sich in einer Gruppe verhält.

Außerdem gibt es speziell ausgebildete Streitschlichter, die die Schule einschalten kann, wenn es dort Mobbing gibt. Dann kommen Profis aus der Jugendarbeit in die Klassen, um mit Opfern und Tätern zu einer Lösung zu finden. Dabei soll das Streben nach Hierarchie und Dominanz, das hinter Mobbing steht, durchbrochen werden. Weder Täter, noch Opfer sollen sich nach der Streitschlichtung als Verlierer oder Gewinner des Konflikts sehen. Konflikte kann man nämlich auch durch einen Kompromiss lösen. An manchen Schulen übernehmen auch SchülerInnen selbst die Rolle der Streitschlichter und machen dafür ein spezielles Training. Frag doch mal an Deiner Schule nach! Vielleicht werden bei Euch schon solche Trainings angeboten. Für Betroffene, die sofort

Hilfe brauchen und sich vielleicht nicht trauen, Erwachsene einzuweihen, gibt es Mobbingtelefone. Hier kann man sichanonym und individuell beraten lassen, Hilfe finden und von seinen Problemen erzählen. Auch Mobbingtäter, Eltern und LehrerInnen können bei solchen Beratungsstellen anrufen und sich Unterstützung holen. Eine Möglichkeit ist die Nummer gegen Kummer: 0800 111 0333. Hier kannst Du von Montag bis Samstag 14.00 - 20.00 Uhr kostenlos anrufen.

 

Teil: Konkrete Maßnahmen

Sofort-Hilfe gegen Mobbing

 

Erzähle deinen Eltern und LehrerInnen davon.

Besuche ein Selbstbehauptungstraining in Deiner Gegend. Hier lernst Du, Dich selbstbewusst zu wehren. Leg Dir schlagfertige Antworten auf fiese Kommentare zurecht. Wenn die Täter merken, dass Du von ihren Kommentaren nicht getroffen wirst, hören sie oft von selbst wieder auf. Du bist klein und jemand nennt dich „Zwerg“? Antworte: „Die besten Dinge gibt es immer in kleinen Mengen.”

Such Dir früh die Unterstützung von MitschülerInnen. Die Täter sind in der Klasse zwar gefürchtet – aber meist auch am wenigsten beliebt.

 

Konflikte lösen ohne zu streiten

 

Sei wirklich daran interessiert, den Konflikt ohne Streit zu lösen. Mach Dir bewusst, dass es bei einem Kompromiss keine Gewinner und Verlierer gibt, sondern eine Lösung gefunden werden soll, die für beide Parteien gut ist. Lass die andere Person genau erklären, was ihre Sichtweise auf das Problem ist. Unterbrich sie nicht. Erkläre auch Deinen Standpunkt ruhig und genau. Findet heraus, welche Gemeinsamkeiten Eure Sichtweisen haben – auch wenn Ihr nur den kleinsten gemeinsamen Nenner finden könnt.

Bleib fair und führe das Gespräch nicht weiter, wenn es in einen Streit ausartet. Vereinbare, das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt, vielleicht mit neutralen Vermittlern, weiterzuführen.

Gehe auf Kompromisse ein. Es ist nicht das Ziel, Deine eigenen Vorstellungen 100%-ig durchzusetzen. Schließt das Gespräch mit einem Plan ab, wie Ihr in Zukunft mit dem Problem umgehen wollt.

 

 

 

Quellen: www.schueler-gegen-mobbing.de, www.spiegel.de, www.planet-wissen.de, www.km.bayern.de

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Hautcreme ist nicht gleich Hautcreme, schließlich ist Hauttyp ist nicht gleich Hauttyp. Als Fachkraft für Beauty und Wellness gibt es kein Standardrezept, das sich auf jeden Kunden und jede Kundin anwenden lässt. Deshalb steht am Anfang jeder Behandlung eine ausführliche und professionelle Analyse. Jede(r) Kunde/in erhält ein individuell zugeschnittenes Behandlungsprogramm, das perfekt zu ihrem Körper, seinem Hauttyp oder ihrer Gesundheit passt. Deshalb braucht es wahres Allrounder-Können, um in diesem Job arbeiten zu können. Fachkräfte für Beauty und Wellness kennen sich deshalb nicht nur mit Gesundheit, Ernährung und Körper aus – sie können auch massieren, Peelings zusammenstellen, Haare entfernen und Sporttipps geben.

Deshalb ist auch der Arbeitsalltag spannend und jeden Tag anders: Jede(r) neue Kunde/in ist eine neue Herausforderung. Gearbeitet wird direkt mit den Menschen, die Kosmetikstudio, Spa oder Wellnessbereich besuchen. Hier begeben sie sich in gute Hände, um den Alltags- und Berufsstress für einige Stunden hinter sich zu lassen.

Das muss gut gelernt sein: Die Ausbildung zur Fachkraft für Wellness und Beauty dauert an einer Berufsfachschule ein Jahr in Vollzeit. Dabei wechseln sich theoretischer Unterricht und Praxisphasen - so wie in den meisten Ausbildungen - ab. Aber auch die Theorie ist in der Beauty- und Wellnessausbildung keineswegs trocken und langweilig. Auch in der Berufsfachschule dürfen die Azubis schon Hand anlegen – und nebenher ein bisschen den Stress während der Ausbildung abbauen. Sie behandeln sich nämlich während des Unterrichts auch gegenseitig im schulischen Übungsraum. Sie lernen, sich gegenseitig zu massieren, sich mit heißen Steinen zu behandeln oder die japanische Shiatsu-Fingerdrucktechnik anzuwenden. Ma-niküre und Pediküre sind ebenfalls Lernstoff. Auch Make-Up und Styling stehen auf dem Stundenplan. Die Azubis lernen, ihre KundInnen typgerecht zu schminken und zu beraten – welche Produkte sind für welchen Hauttyp am be-sten geeignet? Welche Lippenstiftfarben liegen im Trend? Welcher Lidschatten passt am besten zu blauen Augen?

Aber auch Medizin und Biologie gehören zur Ausbildung dazu. Im Wellnessbereich wird auch der allgemeine gesundheitliche Zustand der KundInnen genau untersucht, um sie typgerecht beraten und behandeln zu können. Deshalb lernen Fachkräfte für Beauty und Wellness auch, Blutdruck und Lungenvolumen zu messen. Bei umfassen-den Analysen lassen sie ihre KundInnen auch Fragebögen über ihr gesundheitliches Verhalten und ihr Wohlbefinden ausfüllen und werten diese später individuell aus.

Fachkräfte kennen sich am Ende ihrer Ausbildung perfekt mit vielfältigen Themen rund um Schönheit und Wellness aus – deshalb sind sie auch an den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen einsetzbar. Die Beautybranche boomt seit einigen Jahren und sucht nach gut qualifizierten Fachkräften in Kosmetikstudios, Hotels, Klubanlagen, Kureinrichtungen, Wellnessbädern, bei Reiseveranstaltern oder im Fitnessstudios auf dem Kreuzfahrtschiff. Die Berufsaussichten stehen also gut.

Leider wird während der Ausbildung kein Gehalt gezahlt. Im Gegenteil, es fallen Gebühren von mehreren hundert Euro pro Monat an. Um das zu finanzieren, können die Azubis die Ausbildung auch in Teilzeit absolvieren und nebenher arbeiten. Dann dauert die Ausbildung zwei Jahre. Im Anschluss an die Ausbildung und mit einigen Jahren Berufserfahrung ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit nicht ungewöhnlich. Fachkräfte für Wellness und Beauty können z.B. ihren eigenen Kosmetiksalon aufmachen.

 

Wichtig in diesem Beruf ist es, sich immer bezüglich der neusten Trends und Behandlungsmethoden auf dem Laufenden zu halten. Deshalb stehen zusätzliche Seminare und Fortbildungen auf dem Tagesprogramm. Mit so gewonnenem zusätzlichem Wissen in medizinischen Grundlagen, Biologie und Wirtschaft, ist auch die nächste Sprosse der Karriereleiter schnell erklommen. Eine Weiterbildung ist z.B. zum/r Wellnessmeister/in oder Kosmetikmeister/in möglich. Außerdem können sich die Fachkräfte auch auf bestimmte Beauty-Bereiche spezialisieren, wie etwa Permanent Make-Up. Ein anderes Spezialgebiet ist die Visagistik – hier dreht sich alles um professionelles Make-Up.

Eine gute Fachkraft für Beauty und Wellness macht aber nicht nur die Begeisterung daran aus, immer wieder Neues zu lernen. Sie sollte auch Geschick mitbringen, um mit ihren Werkzeugen, Pinseln und Hilfsmitteln gut umgehen zu können. Denn sie arbeitet auch mit anspruchsvollen technischen Geräten, so etwa bei der dauerhaften Haarentfernung. Dabei ist es natürlich auch sehr wichtig, Wert auf äußerst genaue, sorgfältige und gewissenhafte Arbeitsweise zu legen. Fachkräfte für Beauty und Wellness müssen PerfektionistInnen sein – schließlich wollen auch ihre KundInnen am Ende perfekt aussehen und sich auch so fühlen. Dafür darf natürlich auch ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik nicht fehlen! Für den Kontakt mit den KundInnen braucht es natürlich auch viel Einfühlungsvermögen und Kommunikationstalent.

 

Quellen: www.planet-beruf.de, www.br.de, www.skin-cosmetic.eu

 

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