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AUSGABE 15 - Winter 2016
Inhaltsverzeichnis
Ein junger Mann blättert durch ein Buch und liest von einer Zukunft
mit Massenarbeitslosigkeit, in der junge Menschen gezwungen
sind, ihr Blut zu verkaufen. Ein anderer Mann betritt den Raum, er
scannt mit einem Tablet. ... >
Die Gefahren und Chancen künstlicher Intelligenz
Wind als zukünftiger Arbeitgeber? Energiewirtschaft: Facharbeiter sind begehrt
Die Möglichkeiten der Energiegewinnung sind vielfältig: ob konventionell oder regenerativ im Sinne der Energiewende. Entsprechend groß ... >
Konzert der Schüler Mit einem tollen Programm und einer abwechslungsreichen
Fülle an breit gefächerten Stilrichtungen, Besetzungen, bei unterschiedlichem Alter und Entwicklungsstand der Akteure, boten die Schüler der Orchesterschule ... >
Berufe-Check: Pflegekräfte
Fachkräftemangel Auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrscht weiter ein anhaltender Mangel an Fachkräften. Vor allem in der Pflegebranche gibt es zahlreiche unbesetzte Stellen. Bis 2030 ... >
Erfolg sieht für jeden anders aus. Für den einen ist es die Eins in Mathe, für den anderen der Teamsieg beim Basketballspiel, für einen dritten das Bestehen des Führerscheins. Doch egal ... >
Hochbegabung oder Geheimrezept?
Abenteuer Schülersprachreise Ein spannender Urlaub im Ausland, ganz ohne Eltern, dafür aber mit viel Action: Sprachreisen für Jugendliche haben mehr zu bieten, als
viele denken. Denn neben dem Erlernen ... >
Was tut eigentlich ein(e) DorfhelferIn? Mutter oder Vater sind im Krankenhaus oder auf Kur – der andere
Elternteil arbeitet und die Kinder sind nachmittags auf sich alleingestellt. Oder die Familie hat einen Bauernhof und plötzlich fehlt der/die wichtigste VersorgerIn. Doch die Tiere ... >
Außerdem:  - Wie Produktdesigner die Welt der Dinge gestalten  - Personaldienstleistungskaufmann (m/w)  - Ausbildung: Was will ich werden?  - Steckbrief: Was tut ein/e HauswirtschaftshelferIn?  - Kleines Navi zu den weiterführenden Schulen in Bayern  - Gewinnspiel - Europa Park  - Abgetaucht - Berufstaucher und ihr Arbeitsplatz unter Wasser  - Karrierechance in der Beautybranche  - 4Real4Girls  - 4Real4Boys  - Studium und Aus- bzw. Weiterbildung zur Fachlehrerkraft (m/t)

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Von Luxusschlitten bis Zahnbürste – Produktdesigner entscheiden, wie die Welt um uns herum aussieht. Denn sie sind an der Gestaltung so ziemlich aller Gegenstände beteiligt, die in Serie, also nicht als Einzelstücke, gefertigt werden. Sie sind Künstler und gleichzeitig Wirtschaftler, die sich an den Wünschen ihrer Konsumenten orientieren. Sie brauchen technisches Knowhow, aber auch Sinn für Ästhetik. Dabei arbeiten sie sehr selten mit Pinsel und Farben, oder in der Werkstatt an Modellen. Den Großteil ihrer Arbeit erledigen sie mithilfe spezieller Computerprogramme, an denen sie Entwürfe erstellen und ihre Ergonomie und Proportionen virtuell simulieren und kontrollieren. Es geht bei der Gestaltung der Produkte nicht nur ums gute Aussehen: Produktdesigner müssen sich damit auseinandersetzen, unter welchen Bedingungen und zu welchem Zweck ihr Produkt später gebraucht wird. Ein Telefon für ältere Menschen braucht größere Tasten als ein Spiel- und Fotohandy für Jugendliche. Ein Seidenhandschuh für den Opernball muss aus anderem Material sein als der Arbeitshandschuh eines Feuerwehrmanns oder der Plastikhandschuh eines Chirurgen. Gut designte Produkte sollen unseren Alltag leichter, elektronische Geräte intuitiv nutzbar, Gebrauchsgegenstände schöner, Werkzeuge praktischer und die Welt vielleicht auch ein bisschen schöner machen. Deshalb müssen sie ein breites Set an Fähigkeiten mitbringen, denn Produktdesign ist in erster Linie ein technischer Beruf. Wer Talent in folgenden Schulfächern mitbringt, schlägt sich bestimmt auch
in diesem Beruf ganz gut: Mathematik, denn Produktdesigner müssen berechnen, ob ihre Modelle auch praktisch so umsetzbar sind, wie sie entworfen wurden. Sie kontrollieren Volumen, Länge, Fläche, Masse und Schwerpunkt ihres Produkts und konstruieren es auf mathematischen und geometrischen Grundlagen. Kunst/Werken, denn für ihre Entwürfe müssen Produktdesigner 3D-Ansichten und Skizzen anfertigen können und Konstruktionszeichnungen nach technischen Standards entwerfen. Physik, denn sie berechnen die Belastbarkeit und Flexibilität ihrer Materialien, der Einzelteile und des Gesamtprodukts. Informatik, zur Arbeit mit komplexer Design-Software und Erstellung von Präsentationen, sowie Wirtschaft, um die Kosten für die Herstellung und Entwicklung ihres Produkts kalkulieren zu können. Produktdesigner arbeiten in großen Designbüros als Angestellte oder als Freiberufler, die einzelne Projekte übernehmen, sie wählen nur aus 187 Baumwollstoffen den passenden für die neuen Sneakers aus oder entwerfen ganze Produkte von der ersten Skizze bis zum Verkauf in Serie. Der Beruf der Produktdesigner ist so vielfältig, wie die Produkte, die sie entwerfen.

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 Die Gefahren und Chancen künstlicher Intelligenz
Ein einzelnes Computerprogramm hingegen kann innerhalb von Stunden komplett umgeschrieben werden. Computer sind zu faszinierender Leistungen fähig und übertreffen in vielen Disziplinen ihre menschlichen Schöpfer: Schon lange können Computer selbst die Großmeister im Schach besiegen. 2013 absolvierte der erste Computer erfolgreich den „Turing-Test“:
Er überzeugte Menschen im Chat davon, dass er ein 13-jähriger Junge war. Die Personen, die mit ihm chatteten, hielten ihn für einen echten Menschen. Im Militär werden Kampfund Abwehrcomputer eingesetzt, die viel kürzere Reaktionszeiten haben als
Menschen. Diesen Vorteil können sie aber nur einsetzen, wenn sie sich nicht vor jeder Entscheidung bei einem Menschen rückversichern müssen. Durch
diese Rücksprache geht Zeit verloren – und damit die schnellere Reaktionszeit eines Computer nutzlos. Doch die Entscheidungsmacht – z.B. zum Abfeuern von Waffen an Computer zu übergeben, klingt nach keiner guten Idee. Was, wenn der PC plötzlich entscheidet, die Waffen gegen einen Menschen zu richten? Wie bringt man einem Computer bei, ethisch
zu denken und moralische Entscheidungen zu treffen? Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor Menschen die nächste Generation von Super-Computern erschaffen.
Doch so weit ist die Technik ohnehin noch nicht. Ganz ohne Menschen können selbst die modernsten Computer noch nicht existieren. Die Maschinen brauchen uns – und das nicht nur als Stromspender,
so wie in dem Film „Matrix“. Dort haben Computer die Weltherrschaft übernommen und die Menschen in einen superrealistischen Dauertraum versetzt, damit sie ihnen Energie abzapfen können. So weit ist die Künstliche Intelligenz aber noch lange nicht. Auch einen Blockbuster wie die „Matrix“ könnte selbst das Computerprogramm Benjamin nicht schreiben. Sein Film macht nur Sinn und lässt sich wie ein Kunstwerk anschauen, weil Menschen dem Drehbuch mit den passender Schauspielern, Kulisse und Musik einen Sinn gegeben haben. Und obwohl Computer unglaubliche Leistungen in Reaktionszeit oder verarbeiteter Datenmenge vollbringen, brillieren sie meistens nur auf einem kleinen Gebiet – während das menschliche Gehirn viel vielseitiger und vor allem viel kreativer ist. Das menschliche Gehirn ist so leistungsstark, dass es die Energie des Drei-Schluchten-Staudamms brauchen würde, um mit der heutigen Technologie nur ein einziges menschliches Gehirn anzutreiben. Zum Vergleich: Der Drei-Schluchten-Staudamm versorgt 75% von China mit Strom. Hier gewinnt ganz klar Biologie vor Technik: Auf biologischem Weg braucht das Gehirn nämlich nur 20 Watt. Angst haben brauchen wir vor den Maschinen also nicht. Im Gegenteil: Künstliche Intelligenz kann für viel Gutes eingesetzt werden und den Alltag für viele Menschen einfacher machen: Sie steckt z.B. hinter modernen Navis oder Suchanfragen bei Google. Auch
selbstfahrende Autos, im Haushalt helfende Roboter oder Kameras mit Gesichtserkennung sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr.
Ein junger Mann blättert durch ein Buch und liest von einer Zukunft mit Massenarbeitslosigkeit, in der junge Menschen gezwungen sind, ihr Blut zu verkaufen. Ein anderer Mann betritt den Raum, er scannt mit einem Tablet seinen Schädel. Der Mann mit dem Buch schnappt sich das Tablet, bevor er plötzlich vor eine Leinwand mit Sternen teleportiert wird. Vor ihm öffnet sich ein Wurmloch. Er springt hinein und entdeckt eine Leiche… So beginnen die ersten Minuten von „Sunspring“, einem dystopischen Kurzfilm von IT-Spezialist und Programmierer Ross Goodwin. Doch Goodwin hat nicht etwa das Drehbuch geschrieben, sondern den Drehbuchautor. Der ist nämlich kein Mensch, sondern
ein Computerprogramm. Wie ist das möglich? Das Computerprogramm – das sich selbst übrigens den Namen Benjamin gegeben hat – wurde mit hunderten Science-Fiction-Drehbüchern gefüttert. Die hat Benjamin dann auseinander genommen, mathematisch analysiert und daraufhin sein eigenes Drehbuch geschrieben. Die Dialoge sind verwirrend, die Handlung ist absurd, die Regieanweisungen manchmal widersprüchlich. Aber der Programmierer Goodwin und sein Team haben die Vorlage trotzdem verfi lmt. Herausgekommen ist ein künstlerisch-skurriler Film, dem man aber trotzdem nicht anmerkt, dass er nicht von einem Menschen geschrieben wurde. Er wirkt wie ein abgedrehtes, modernes Kunstprojekt. Auf Youtube könnt Ihr Euch den Film selbst anschauen. Benjamin ist nicht der einzige nicht-menschliche Künstler. 2012 komponierte „Iamus“ das erste Klassik-Album. 2015 hat Google einem Computer das Malen beigebracht. Die Welt der Wissenschaft war erstaunt, wie gut der Computer die Kunst des Menschen imitieren kann – mithilfe neuster Technologie. Doch die Idee einer schöpferischen Maschine ist gar nicht so neu: Schon 1777 wurde in
Göttingen angeblich die „Poetische Handmühle“ erfunden. Sie wurde mit Windkraft angetrieben und produzierte aus Satzbausteinen automatisch immer neue Gedichte. Diese Idee wurde weiterentwickelt zum Landsberger Poesieautomat, der seit 2000 im Literaturmuseum der Moderne in Marbach ausgestellt ist. Der Poesieautomat spuckt rund um die Uhr neue Oden aus. Diese klingen etwa so:
Kreative Computer, die selbst denken und Neues schaffen – können sie dem Menschen ebenbürtig werden? Oder sogar Gefühle entwickeln? Im Film „Her“ von Spike Jonze verlieben sich der Mensch Theodore und Software Amy – doch während Theodore der Gleiche bleibt, entwickelt sich Amy rasend schnell weiter. Sie entfernt sich immer weiter von ihrem Geliebten, ihr Denken ist für ihn nicht mehr verständlich. Sie wird zu einem Wesen, das er nicht mehr greifen kann und verschwindet schließlich an einen Ort von Raum und Zeit, an den Theodore ihr nicht folgen kann. Die Geschichte ist nicht nur romantisch und traurig, sie wirft auch ernste Fragen in der realen Welt auf. Werden uns Maschinen irgendwann überlegen sein? Auch der berühmte Wissenschaftler Stephen Hawking befürchtet, dass Maschinen zur Konkurrenz für den Menschen werden können. Der Computer könnte sich zum überlegenen Wesen entwickeln, da er sich in viel kürzerer Zeit viel schneller und weiter entwickeln kann als ein Mensch.Die Menschen können sich nur durch die biologische Evolution weiterentwickeln, die tausende von Jahren
und viele Menschenleben braucht, um die menschlichen Gene nur minimal zu verändern.
Tropfenweise Hoffnung unter Zeitdruck.
Dieser staubige Edelmut vor der Pleite.
Und diese vorgedruckten Zahlungsbefehle. Das kennt man!
Freilich verlangen wir immer irgendwas.
Danach auf Antrag schrille Proteste. Ungerührt sparen!

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Auf der anderen Seite des Tisches
Wer einen Beruf mit guten Zukunftsaussichten erlernen möchte, ist mit einer Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann (m/w) gut beraten. Die gesuchten Spezialisten rekrutieren in diesem interessanten und anspruchsvollen Beruf Mitarbeiter und koordinieren deren Einsatz. Außerdem akquirieren sie Aufträge und betreuen Kunden. Sie arbeiten hauptsächlich bei Personaldienstleistern wie Randstad, in den Personalabteilungen größerer Unternehmen oder als Personalberater. Auch bei Planungen zur Weiterbildung von Mitarbeitern sind die
Personal-Profi s beteiligt. Hierzu führen sie Mitarbeitergespräche, organisieren Schulungen und wählen Seminare aus. Die Ausbildung eignet sich für kaufmännisch interessierte Schulabgänger mit Einfühlungsvermögen und Verhandlungsgeschick.
Weitere Informationen finden sich auch unter www.randstad.de. Wer möchte, kann sich hier auch online um einen Ausbildungsplatz zum Personal-dienstleistungskaufmann bewerben. Während der dreijährigen Ausbildung lernen die angehenden Arbeitsmarktexperten alles, was sie später im Berufsleben brauchen und haben somit hervorragende Karriereaussichten.
Regeln für die Online-Bewerbung
Ob mit klassischer Bewerbungsmappe, per E-Mail oder übers Online-Formular: Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sollten Schulabgänger sorgfältig und konzentriert vorgehen. Rechtschreibung und Zeichensetzung, vollständige Unterlagen und der richtige Ansprechpartner sind dabei von besonderer Bedeutung. „Vor allem bei elektronischen Bewerbungen besteht die Gefahr, so zu schreiben wie es vielleicht im privaten Umfeld üblich ist. Smileys oder Abkürzungen sind jedoch bei Bewerbungen – und auch später im Berufsleben – tabu“, weiß Arbeitsmarktexpertin Petra Timm von Randstad Deutschland. Dort können sich Interessierte online unter www.randstad.de informieren und sich auch gleich für eine Ausbildung als Personaldienstleistungskaufmann (m/w) bei dem Personaldienstleister bewerben. Die angehenden Personal-Profis lernen, wie neue Mitarbeiter für ein Unternehmen gewonnen und betreut werden, welche Vorschriften aus Arbeitsrecht und Gesundheitsschutz beachtet werden müssen und welche kaufmännischen Aspekte von Bedeutung sind. Nach der dreijährigen Berufsausbildung in einer der bundesweiten Niederlassungen stehen die Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz gut.
Ein Profi in Personalfragen
Mit zunehmendem Fachkräftemangel wird es immer schwieriger, die richtigen Mitarbeiter für das Unternehmen zu finden. Kein Wunder also, dass die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann (m/w) begehrt ist, denn die Aussichten auf einen anschließenden festen Arbeitsplatz mit viel Entwicklungspotenzial sind gut. Die Ausbildung ist vielfältig und interessant: Marketing und

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Menschenkenntnis und Verhandlungsgeschick
sind grundlegend für eine Ausbildung
im Personalwesen und die spätere Karriere.
Foto: Robert Kneschke/Fotolia/randstad
Die richtigen Mitarbeiter zu finden, ist für jedes Unternehmen lebenswichtig. Daher sind ausgebildete Personaldienstleistungskaufleute heute gefragter denn je. Denn sie kümmern sich nicht nur um die Auswahl der Bewerber, sondern machen sich auch selbst aktiv auf die Suche nach potenziellen Kandidaten und führen Bewerbungsgespräche. Darüber hinaus planen die Spezialisten den Einsatz der Mitarbeiter im Unternehmen, organisieren Weiterbildungs-maßnahmen und kennen sich gut im Personalrecht aus. In der Personalsachbearbeitung führen sie Personalakten, dokumentieren Fehlzeiten und Urlaubstage und erstellen Entgeltabrechnungen. Arbeitgeber ist meist ein Personaldienstleister wie Randstad, der die vorausgesetzte dreijährige Ausbildung sogar direkt anbietet, doch auch größere Unternehmen mit eigener Personalabteilung sind an den Profi s interessiert. Wer an einer Ausbildung interessiert ist, kann sich unter www.randstad.de auch direkt online bewerben.
Kommunikation vielfältig und interessant: Marketing und Kommunikation sind ebenso dabei wie kaufmännische Steuerung, Controlling und das Know-how über berufsbezogene Rechtsfragen. Die Ausbildung findet in einer der bundesweiten Niederlassungen von Personaldienstleistern wie Randstad statt, dauert drei Jahre und beginnt jeweils Anfang August oder September. Dienstleistungs- und vertriebsorientierte Bewerber mit schneller Auffassungsgabe und Interesse am Kontakt zu Menschen können sich unter www.randstad.de informieren und direkt online bewerben.
Mit Menschenkenntnis und Know-how
Angehende Personaldienstleistungskauffrauen und -männer genießen eine vielfältige und interessante Ausbildung. Nach drei Jahren haben sie dann beste Chancen auf eine Festanstellung – mit interessanten
Karrieremöglichkeiten.

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Fachkräftemangel
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrscht weiter ein anhaltender Mangel an Fachkräften. Vor allem in der Pflegebranche gibt es zahlreiche unbesetzte Stellen. Bis 2030 werden 500.000 Mitarbeiter fehlen, so das Ergebnis einer Studie der Bundesregierung. Deshalb
bemühen sich Politik und Wirtschaft darum, qualifiziertes Personal für die anspruchsvolle Tätigkeit zu begeistern. Frank Eggert, Manager bei Randstad Medical weiß: „Neben Pflegestärkungs-gesetz und der möglichen Verkürzung der Ausbildungszeit von drei auf zwei Jahre können Fachkräfte aus dem Ausland dazu beitragen, den Notstand in der Pflegebranche zu erleichtern.“ Altenpfleger sind Behandlungs- sowie Vertrauens-person zugleich. Sie kümmern sich um die Belange ihrer Patienten und helfen, den Alltag zu bewältigen. Verantwortungsbewusstsein, Kontaktbereitschaft und Einfühlungsvermögen sind wichtig für diesen Beruf. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt zudem Interesse an Wirtschaft und Recht, um Pflegebedürftigen fachkundig zur Seite zu stehen. Ob ambulant oder stationär im Schichtdienst, die Tätigkeiten sind anspruchsvoll und erfordern körperlichen sowie geistigen Einsatz. Zeitdruck und Anforderungen sind hoch: Es gilt, täglich eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Im Seniorenheim folgen die Betreuer einem Tourplan, in dem festgelegt ist, welcher Bewohner wann aufsteht und wo er behandelt wird. Nach der Hygiene der Pflegebedürftigen folgt die Reinigung der Zimmer.
Die Vorbereitung und Hilfe beim Essen sowie die medizinische Betreuung gehören ebenso zu den Aufgaben in der Altenpflege wie die gewissenhafte Büroarbeit, um die einzelnen Arbeitsschritte zu dokumentieren. Aber natürlich sind auch ein respektvoller Umgang und soziale Kompetenz gefragt, denn Gespräche mit den Pflegebedürftigen und die Beratung der Angehörigen gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Pflegerinnen und Pfleger im Seniorenheim. Trotz aller Anforderungen: Wer sich für die Pflegebranche entscheidet, hat gute Aussichten auf einen sicheren Job. Und was nicht zu unterschätzen ist: Die Anerkennung und Dankbarkeit der älteren
oder pflegebedürftigen Menschen vermittelt ein gutes Gefühl sowie die Erkenntnis, bei seiner Arbeit etwas wirklich Sinnvolles zu machen. Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel drei Jahre, lässt sich aber bei guten Noten auf zwei Jahre verkürzen. Wer aus anderen medizinischen Berufen kommt, kann heute dank der „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ der Bundes-regierung in kurzer Zeit umschulen. Ob durch Krankheit, Unfall oder altersbedingte Einschränkungen: Früher oder später ist fast jeder auf fremde Hilfe angewiesen. Doch in der Pflegebranche ist der Mangel an Fachkräften derzeit besonders deutlich zu spüren.
Ob durch Krankheit, Unfall oder altersbedingte Einschränkungen: Früher oder später ist fast jeder auf fremde Hilfe angewiesen. Doch in der Pflegebranche ist der Mangel an Fachkräften derzeit besonders deutlich zu spüren.
Fachkräfte für die Pflege
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat durch eine Studie herausgefunden, dass bis 2030 eine halbe Million Pfl egekräfte fehlen werden. Diesen Missstand versuchen öffentliche Träger und private Institutionen abzuwenden: Die Bundesagentur für Arbeit beispielsweise hat die Ausbildungsdauer für gute Altenpfl egeschüler von drei auf zwei Jahre verkürzt. Aber auch Krankenhäuser haben auf den Fachkräftemangel reagiert: Das Bonner Universitäts-klinikum hat zum Beispiel vor einiger Zeit in Zusammenarbeit mit dem Personaldienstleister Randstad zur Bekämpfung des Pflegemangels Fachkräfte aus Griechenland rekrutiert. Frank Eggert, Manager bei Randstad Medical berichtet: „Die Teilnehmer lernten ein halbes Jahr lang die Besonderheiten der intensivmedizinischen Pflege kennen, besuchten Pflegeschulen und absolvierten spezielle Deutschkurse.“ Das Modell hat sich bewährt. Und auch in der Altenpflege können qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland die Situation deutlich entspannen.
Fachkräftemangel
Selbst wenn der Geist noch fit ist: Im Alter werden viele Alltagsaufgaben zu Herausforderungen, die nur mit Hilfe Dritter zu bewerkstelligen sind.
In der Altenpflege gibt es nach wie vor viele offene Stellen und zu wenig geeignetes Fachpersonal. Und weil die Bevölkerung immer älter wird, werden zukünftig noch weitaus mehr qualifizierte Mitarbeiter
fehlen, wenn sich nicht mehr Menschen für den Beruf des Altenpflegers (m/w) entscheiden. Auch Krankenpfleger (m/w) werden dringend gebraucht: Bereits vor einigen Jahren hat daher die Bundesregierung Fachkräfte aus Griechenland rekrutiert, die nach einer Intensivschulung in der Pflege tätig geworden sind. Und auch das neue Pflegestärkungsgesetz

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Belastbar und einfühlsam: Qualifizierte Mitarbeiter in der Pflegebranche werden immer gebraucht. Mit Fachkräften aus dem Ausland besteht die Chance, offene Stellen schneller zu besetzen.
Die hingebungsvolle Betreuung älterer Menschen ist in vielen Kulturen selbstverständlich. Fachkräfte aus dem Ausland sind daher eine echte Chance, um die vielen offenen Stellen in der Pfl egebranche zu besetzen.

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Schülerpraktikum mitten im Geschehen
Die Berufswahl ist eine wichtige Entscheidung. Doch viele Schüler haben von den meisten Ausbildungs-berufen keine konkrete Vorstellung. Ein Schüler-praktikum ist ideal, um erste Einblicke in den potenziellen Traumberuf zu erhalten. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unterstützt Jugendliche bei der Entscheidung für ihre persönliche Zukunft. Unter dem Motto „Zeit zu starten“ wird Schülerinnen und Schülern umfangreiches Informationsmaterial über die vier Gewerke im SHKHandwerk zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig laden zahlreiche Betriebe des SHK-Handwerkes die Jugendlichen ein, im Praktikum den
kompletten Arbeitsalltag kennenzulernen und sich mit Mitarbeitern über ihre persönlichen Erfahrungen auszutauschen. Das ist nicht nur interessant, sondern eine gute Grundlage für die spätere Berufswahl. Es gibt vier typische Lehrberufe im SHK-Handwerk: Beim Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind vor allem technisches Fachwissen, handwerkliches Können, aber auch Kreativität und planerisches Geschick gefragt. Der Behälter- und Apparatebauer errichtet Anlagen für Industrie und Produktion und kann hierfür benötigtes Zubehör – etwa einen Braukessel – selbst
herstellen. Die Arbeit des Klempners sowie des Ofen- und Luftheizungsbauers beurteilen die Kunden auch nach dem Design. Deshalb sind hier räumliches Vorstellungsvermögen und Kreativität gefragt. Schüler und Jugendliche finden unter www.zeitzustarten.de wichtige Informationen zu den Ausbildungen im SHK-Handwerk, Tipps für die Bewerbung und mögliche Ausbildungsbetriebe in der Nähe.
Schülerpraktikum im SHK-Handwerk
Mit einer breit angelegten Ausbildungsinitiative für Schüler und Jugendliche hilft der Zentralverband Sanitär Heizung und Klima (ZVSHK) bei der Berufsorientierung. Zahlreiche SHK-Fachbetriebe bieten im Rahmen der unbefristeten Aktion die Möglichkeit, in den Berufsalltag zu schnuppern. Ob Anlagenmecha- niker für Sanitär-, Heizungs- und Kli- matechnik, Behälter- und Apparate- bauer, Klempner oder Ofen- und Luft- heizungsbauer – das SHK-Handwerk bietet eine stabile Auftragslage und erfolgreiche Zukunftsaussichten mit zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Nachwuchskräfte werden bundesweit gesucht. Unter www.zeitzustarten.de gibt es Hintergrund-informationen über Beruf und Arbeitsalltag sowie Tipps für die Bewerbung. Hier können auch Betriebe vor Ort gefunden werden, die Ausbildungs- oder Praktikumsplätze anbieten.
Damit Jugendliche eine Ausbildung wählen, die zu ihnen passt, bieten viele SHK-Innungsfachbetriebe ein gut organisiertes Praktikum für einen Einblick in den Arbeitsalltag. Orientierung im
Sanitär-, Heizungsund
Klimafachbetrieb • Zu Beginn erhält der Praktikant Informationen über alle Bereiche des Betriebes. Er lernt die Kollegen kennen und kann Fragen stellen.
• Je nach Vorkenntnissen oder Interesse werden schnell verschiedene, kleinere Aufgaben übertragen. Häufig besteht die Möglichkeit, den Kollegen auf einer Baustelle über die Schulter zu schauen und zu unterstützen.
• Je nach Betriebsgröße und Praktikumsdauer wird zwischen den Abteilungen gewechselt. So lernen die Jugendlichen alles kennen, was zum Beruf dazu gehört.
• Unter www.zeitzustarten.de finden Schüler und Jugendliche Betriebe in ihrer Nähe und wichtige Bewerbungstipps für ein Praktikum oder eine Ausbildung im SHK-Handwerk.
Vier Ausbildungen mit Zukunft
Die Branche boomt: Im vergangenen Jahr haben die Fachbetriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks rund eine halbe Million Bäder und Heizungen saniert. Nicht zuletzt aufgrund der geforderten energetischen Sanierung von Gebäuden durch die Bundesregierung ist auch weiterhin mit einer stabilen Auftragslage zu rechnen. Auch deswegen wird gut ausgebildeter Nachwuchs dringend benötigt.
Vier Ausbildungsberufe bietet das SHK-Handwerk:
Da viele Jugendliche noch keine ausreichende Vorstellung von den entsprechenden Berufsbildern haben, bietet der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unter www.zeitzustarten. de einen interessanten Überblick und viele Hinter-grundinformationen. Vier kurze Filme geben einen spannenden Einblick in den Arbeitsalltag. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei Innungsfachbetrieben bundesweit ein Praktikum zu absolvieren. Wer Interesse hat, findet auf der Website nicht nur SHK-Betriebe in seiner Nähe, sondern auch hilfreiche Bewerbungstipps, die für die Ausbildungsplatzsuche nützlich sind.

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Praktikum: Von den Profis lernen
Ob Anlagenmechaniker SHK, Behälter- und Apparatebauer, Klempner oder Ofen- und Luftheizungsbauer – jeder dieser vier Handwerksberufe bietet viele Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Vom Techniker oder Meister bis hin zu Studienabschlüssen sind vielfältige Karrierewege möglich.

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Die Möglichkeiten der Energiegewinnung sind vielfältig: ob konventionell oder regenerativ im Sinne der Energiewende. Entsprechend groß ist das Angebot an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Allerdings ist die Branche nicht nur aufgrund der Jobvielfalt sondern auch wegen ihrer Zukunftssicherheit gefragt. „Der fortschreitende Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien verspricht zukunftssichere Arbeitsplätze“, weiß Petra Timm von Randstad Deutschland. „Die Einsatzbereiche sind abwechslungsreich und die Bezahlung attraktiv.“ Vor allem sollten auch Arbeitssuchende aus den klassischen Berufszweigen diese Branche in Erwägung ziehen, da nicht nur Spezialisten wie Wind-anlagenservicetechniker, Photovoltaik-Anlagen- Monteure oder Solarfachberater gesucht werden. Auch Elektriker, Sanitärinstallateure, Schweißer, Isolierspengler, Maschinen- und Industriemechaniker sowie Mess- und Regel-techniker oder Laminierer und viele andere Spezialisten werden gesucht.
Energiewirtschaft: Facharbeiter sind begehrt
Auch wenn es um Hightech-Windkraftwerke geht, ist „Made in Germany“ nach wie vor ein Zeichen für Qualität. Der Markt wächst kontinuierlich, qualifizierte Fachkräfte, vor allem Ingenieure und
technisch ausgebildetes Personal für Betrieb und Wartung, sind heiß begehrt. Bis 2020 steigt die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich von aktuell 370.000 auf 550.000 bundesweit. Wer seine Ausbildung im Bereich der Windkraft beginnt, hat exzellente Zukunftsaussichten, denn spezialisierter Fachkräftenachwuchs ist sehr gefragt. „In der Branche bilden mittlerweile 60 Prozent der Unternehmen selbst aus“, weiß Petra Timm, Arbeitsmarktexpertin beim Personal-dienstleister Randstad. „Das liegt deutlich über dem Durchschnitt anderer Branchen.“ Eine Trendumkehr ist hier nicht zu erwarten, da mit der absehbaren Verknappung fossiler Brennstoff der Bedarf an Windenergie weiter steigen wird – weltweit. Und so bietet die Branche auch für jene erstklassige Zukunftsperspektiven, die auf der Suche nach gut bezahlten Jobs im Ausland sind.

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